Dax trotzt geopolitischen Spannungen und setzt Höhenflug fort
Der deutsche Leitindex Dax verhielt sich am Freitag vor Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten recht unbeeindruckt und stabilisierte sich über der Marke von 25.000 Punkten. Zur Mittagszeit notierte er bei 25.144 Zählern. Damit scheint er in der ersten Handelswoche des neuen Jahres auf Kurs für ein kräftiges Plus zu liegen, nachdem das Rekordhoch von 25.217 Punkten kürzlich nach oben korrigiert wurde. Der US-Arbeitsmarktbericht spielt eine Schlüsselrolle für die Zinsentscheidung der Fed, welche erhebliche Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben kann.
Der MDax der mittelgroßen Werte konnte leicht zulegen und erreichte mit 32.111 Punkten den höchsten Stand seit Anfang 2022. Der EuroStoxx 50 verzeichnete einen Zuwachs von 0,8 Prozent und nähert sich mit 5.951 Punkten der runden 6.000er-Marke. Trotz verschärfter geopolitischer Spannungen zu Jahresbeginn bleibt die Stimmung an den Börsen positiv.
Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, führt die robusten Marktstände auf die wirtschaftliche Dynamik zurück, die von der neuen Geo-Ökonomie entfacht wird. Die Risiken der weltpolitischen Entwicklungen werden an den Märkten aktuell ausgeblendet, während positive Wirtschaftsdaten hervorgehoben werden.
Auf dem Unternehmensparkett fiel Teamviewer positiv auf, nachdem der Softwarekonzern sein Umsatzziel für 2025 bestätigt hatte, was den Aktien ein Plus von 6,5 Prozent bescherte. Auch die Papiere von Auto1 legten um 6,4 Prozent zu, getrieben durch eine optimistische Einschätzung durch Goldman Sachs. Fresenius Medical Care (FMC) setzte sein Aktienrückkaufprogramm dynamisch fort und erzielte einen Anstieg von 1,8 Prozent.
Die Versicherungsbranche hingegen zeigte sich schwach. Morgan Stanley sieht in einer schwächeren Preiserneuerungsrunde ein herausforderndes Umfeld, was Aktien wie Hannover Rück, Munich Re und Allianz Einbußen von bis zu 2 Prozent einbrachte.

