Ölpreise geben nach – Sorge um Handelszölle bleibt präsent
Die jüngsten Entwicklungen auf den Märkten zeigen einmal mehr die Volatilität der Ölpreise. Nach einem kräftigen Anstieg in den vergangenen Tagen haben sich die Preise für Rohöl nun wieder leicht abgeschwächt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September wird aktuell mit 72,75 US-Dollar gehandelt – ein Rückgang von 49 Cent im Vergleich zum Vortag. Auch die US-Ölsorte WTI verzeichnete einen Preisnachlass von 57 Cent und liegt nun bei 69,43 Dollar pro Barrel.
Als Ursache für den jüngsten Preisanstieg gelten Entscheidungen der US-Regierung im Bereich internationaler Handelszölle. Insbesondere die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle von mindestens 25 Prozent gegenüber Indien, einem bedeutenden Importeur von russischem Öl, hatten die Preise in die Höhe getrieben. Grund der Maßnahme ist die enge Handelsbeziehung Indiens mit Russland, insbesondere im Bereich der militärischen Ausrüstung. Brent erreichte zwischenzeitlich seinen höchsten Stand seit sechs Wochen.
Demgegenüber steht eine Einigung im Handelskonflikt mit Südkorea, die ein drohendes Eskalationsszenario abwenden konnte. Statt der angekündigten Zölle von 25 Prozent einigte man sich auf ein Maß von 15 Prozent. Zudem plant Südkorea den Import von Flüssigerdgas und anderen Energieprodukten im Wert von 100 Milliarden Dollar aus den USA. Diese Entwicklungen zeigen einmal mehr die komplexen Zusammenhänge zwischen Politik und internationalen Märkten.

