Unruhe im Iran: Anhaltende Proteste erschüttern das Land
Die politische Lage im Iran bleibt angespannt, da sich die Welle der Proteste weiter ausbreitet. Berichte von Aktivisten zufolge wurden mehr als 2.000 Menschen im Zuge der anhaltenden Unruhen festgenommen. Mindestens 34 Menschen verloren ihr Leben in Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften, während auch zwei Angehörige der Sicherheitskräfte ums Leben kamen, wie das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mitteilte.
Ausgelöst wurden die Proteste durch dramatische Entwicklungen auf dem iranischen Devisenmarkt, die vor über einer Woche die Gemüter erhitzten und Händler in Teheran auf die Straße trieben. Was zunächst als wirtschaftlicher Protest begann, entwickelte sich rasch zu einem ausgewachsenen politischen Widerstand gegen die staatlichen Machthaber, der mit eiserner Hand unterdrückt wird. Besonders im Westen des Landes eskalierten die Demonstrationen.
Obwohl die Zahl der Demonstrierenden in den letzten beiden Tagen zurückging, wie das amerikanische Critical Threats Project (CTP) vermeldet, fanden dennoch weiterhin Kundgebungen statt. Auch in den großen Städten setzten Demonstranten ihr Zeichen gegen die Regierung und das autoritäre Regime der Islamischen Republik, was die Entschlossenheit der Protestbewegung unterstreicht.

