Nordrhein-Westfalens CDU unterstützt Merz’ erneute Kandidatur als Bundesvorsitzender
Der NRW-Landesvorstand der CDU hat sich einstimmig für die Nominierung von Bundeskanzler Friedrich Merz als CDU-Bundesvorsitzender ausgesprochen. Dies verkündete ein Sprecher der Landespartei, wobei betont wurde, dass der mitgliederstarke Verband eine entscheidende Rolle in Merz’ politischer Laufbahn einnimmt. Als größte Landesvereinigung der CDU ist NRW ein bedeutender Unterstützer für Merz, dem Sauerländer und Gesicht der Unionspartei.
Beim bevorstehenden CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar 2026 in Stuttgart soll der Parteivorstand neu bestimmt werden. NRW wird mit 307 der 1.001 Delegierten eine gewichtige Stimme einbringen.
Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und zugleich Landeschef der CDU, brachte Merz’ Nominierung ins Gespräch. In seiner Erklärung lobte Wüst Merz’ Fähigkeit, die Partei durch stürmische Zeiten zu steuern, sowie die Errungenschaften der letzten Jahre, wie das neue Grundsatzprogramm der CDU.
Unter Merz sei die Partei modernisiert und profiliert worden, unterstrich Wüst. Vor allem aber habe Merz die Union erfolgreich zurück an die Regierungsspitze geführt und damit den Wahlerfolg bei der Bundestagswiederwahl gesichert. Die Geschlossenheit der Partei habe dazu maßgeblich beigetragen. Wüst selber galt zwischenzeitlich als möglicher Kanzlerkandidat, stellte sich jedoch vollständig hinter Merz.
Seit 2022 führt der nun 70-jährige Merz die CDU als Vorsitzender. Seine Wiederwahl im Mai 2024 durch fast 90 Prozent der Parteitagsdelegierten zeugte von sicherem Rückhalt. Nach dem vorgezogenen Bundestagswahlerfolg und dem Zusammenschluss zur schwarz-roten Koalition übernahm er das Amt des Bundeskanzlers. Laut CDU-Regularien kann jede Nominierung für den Bundesvorsitz von verschiedenen Parteiebene ausgehen, darunter Bundes-, Landes-, Bezirks- oder Kreisverbände.

