Neuer Trump-Friedensplan für Gaza: Hoffnung und Kontroversen
Die Zustimmung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu zu einem vom US-Präsidenten Donald Trump vorgeschlagenen Friedensplan hat in Israel und darüber hinaus unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Der Plan sieht vor, dass die israelische Armee schrittweise den Gazastreifen verlässt, der künftig von einer Übergangsregierung palästinensischer Technokraten verwaltet werden soll. Diese soll unter der Aufsicht eines internationalen Gremiums agieren.
Im Gaza-Streifen führt der Vorschlag zu geteilten Meinungen. Einerseits schöpfen kriegsmüde Einwohner, wie der siebenfache Vater Dschamil al-Masri, neue Hoffnung durch die Möglichkeit verbesserter Lebensbedingungen. Andererseits bleibt Skepsis bestehen, wie der Apotheker Mohammad al-Masri verdeutlicht, der eine internationale Verwaltung von Gaza ablehnt und den Gazastreifen als Teil eines zukünftigen palästinensischen Staates sieht.
Auch aus geopolitischer Perspektive hat der Plan weitreichende Resonanz. Während die Angehörigen entführter Geiseln von einem historischen Abkommen sprechen, zeigt sich die Hamas noch abwartend und prüft den Vorschlag. Der katarische Außenamtssprecher zeigt vorsichtigen Optimismus, während UN-Generalsekretär António Guterres die Wichtigkeit einer verbindlichen Umsetzung betont.
In Israel sorgt der Plan, trotz positiver Reaktionen vom Oppositionsführer Jair Lapid und dem früheren Ministerpräsidenten Naftali Bennett, auch für Unmut. Rechtsextreme Koalitionspartner Netanjahus lehnen den Vorschlag ab und könnten wegen dessen Unterstützung die Regierung verlassen. Finanzminister Bezalel Smotrich hofft auf ein Scheitern des Plans, während die israelische Opposition den Vorschlag als notwendigen Schritt betrachtet.
Auf palästinensischer Seite begrüßt die Palästinensische Autonomiebehörde den Plan. Sie sieht darin den Beginn hin zu einer Zweistaatenlösung, auch wenn diese von der israelischen Regierung abgelehnt wird.

