Steam Deck 2 könnte 2028 erscheinen – doch Engpässe bei RAM und Speicher gefährden den Plan
Valve hat sich über Jahre hinweg beharrlich zu einem Nachfolger des Steam Deck ausgeschwiegen – zumindest offiziell. Jetzt sorgt ein bekannter Insider für Gesprächsstoff: Dem Gerücht zufolge peilt Valve für das Steam Deck 2 ein konkretes Erscheinungsfenster an. Ob das so bleibt, hängt allerdings von Faktoren ab, die nicht allein in Valves Händen liegen.
2028 als Zieljahr – aber mit erheblichem Vorbehalt
Der Leaker KeplerL2, der sich in der Vergangenheit vor allem mit AMD-Hardware einen Namen gemacht hat, veröffentlichte auf dem NeoGAF-Forum einen Hinweis, der die Community aufhorchen liess: Valve visiere derzeit 2028 als Erscheinungsjahr für die zweite Generation des Steam Deck an. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen spürbar: „Die aktuelle RAM- und NAND-Situation könnte das verzögern.“ Gemeint sind die anhaltenden Engpässe bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicherbausteinen, die nicht nur Valve, sondern die gesamte Hardwarebranche belasten. Interessant ist dabei ein Detail, das KeplerL2 als möglichen Silberstreifen am Horizont beschreibt: Im Gegensatz zu PlayStation 6 oder der nächsten Xbox-Generation setzt Valve auf keinen massgeschneiderten System-on-a-Chip. Eine Verzögerung könnte also paradoxerweise dazu führen, dass das Steam Deck 2 bei seinem Erscheinen leistungsstärkere, weiter entwickelte Standardhardware verbaut.
Was Valve selbst sagt – und warum das wichtig ist
Valve hat stets betont, keine jährlichen Iterationen seines Handhelds anstreben zu wollen. Designer Lawrence Yang brachte es bereits Ende 2024 auf den Punkt: Man warte bewusst auf einen echten generationellen Sprung in der Rechenleistung, ohne dabei die Akkulaufzeit zu opfern. Ein bloss inkrementelles Update empfinde Valve schlicht als unfair gegenüber den Kunden. Diese Haltung macht einen 2028er-Launch durchaus glaubwürdig – schliesslich wäre das sechs Jahre nach dem Start des ersten Steam Deck im Februar 2022, genug Zeit für eben jenen qualitativen Generationssprung. Das aktuelle Modell setzt noch auf AMD Zen 2 mit RDNA 2, 16 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher und einem Takt zwischen 1 und 1,6 GHz auf der GPU-Seite. Der technologische Abstand zu modernen Chips ist inzwischen erheblich.
Valve hat derzeit ohnehin alle Hände voll
Während das Steam Deck 2 noch als Fernziel gilt, kämpft Valve gerade an einer anderen Front: Die im Herbst 2025 angekündigten Produkte Steam Machine, Steam Frame und der neue Steam Controller warten noch immer auf ihren Marktstart. Valve selbst hat bestätigt, dass man die Geräte noch 2026 auf den Markt bringen möchte – allerdings bremsen dieselben Speicher- und RAM-Engpässe auch hier die Planungen aus. Das Unternehmen versprach weitere Updates, sobald die Pläne finalisiert seien. Für das Steam Deck 2 bedeutet das: Valve hat schlicht andere Prioritäten im laufenden Jahr, was eine Entwicklung des Nachfolgers im Hintergrund aber nicht ausschliesst.


