Neue Analyse fordert Bitcoins Kernerzählung als Investment heraus

Bitcoins vertraute Post-Halving-Preisentwicklung steht vor einer ernsthaften Neubewertung, nachdem der Stratege und Forscher Shanaka Anslem Perera Anfang der Woche eine ausführliche Analyse veröffentlicht hat. Er argumentiert, dass jede bisherige Post-Halving-Rallye eher mit massiven globalen Liquiditätsverschiebungen übereinstimmte als mit der programmierten Reduzierung neuer Coins.
Perera behauptete, dass die Beziehung zwischen Halvings und Preissteigerungen „statistisch unbeweisbar“ sei, trotz sechzehn Jahren Daten.
Seine Schlussfolgerung ist klar: Liquidität, nicht Angebotskürzungen, haben wahrscheinlich jede bedeutende Hausse-Phase geleitet, und Investoren verwechseln möglicherweise Korrelation mit Kausalität.
Eine Liquiditätsgeschichte, die sich innerhalb einer Halving-Erzählung verbirgt
Der Kern von Pereras Argumentation stützt sich auf eine Unterscheidung: Während der Halving-Mechanismus, der die Ausgabe reduziert, vorhersehbar und in Bitcoins Code eingebacken ist, gibt es keine statistische Grundlage, ihn mit Preissteigerungen zu verknüpfen.
“The halving mechanism is mathematically verifiable to near certainty. The causal relationship between halvings and price is statistically unprovable,” he wrote.
Sein Bericht überprüfte Bitcoin-Daten bis Dezember 2025 und frühere Liquiditätsepisoden. Er bemerkte, dass die ersten vier Halvings mit dem Bankenschock in Zypern 2013, der anhaltenden Geldmengenausweitung nach der Krise 2016 und den historischen pandemiebedingten monetären Anreizen nach 2020 zusammenfielen.
Weiterhin hob der Analyst hervor, dass der Preisgipfel 2024 vor dem Halving im April auftrat, was die herkömmliche Ansicht untergräbt, dass das Ereignis selbst diese Hausse ausgelöst hat.
Stattdessen scheinen institutionelle Zuflüsse über neu zugelassene Spot-Bitcoin-ETFs ein plausiblerer Auslöser zu sein, was mit Pereras Ansicht übereinstimmt, dass Bitcoin sich nun weniger wie ein Rohstoff mit festem Angebot und mehr wie ein hoch-beta Makro-Asset verhält.
Der Autor verwies auch auf eine weit verbreitete Studie vom September 2024 des Analysten Lyn Alden, die eine statistische Beziehung von 0,94 zwischen Bitcoin und der globalen M2-Geldmenge seit 2013 berechnete. Er warnte jedoch, dass ein hoher Grad an Assoziation kein Beweis für einen Mechanismus ist, und argumentierte, dass eine rigorose ökonometrische Prüfung dieser Trendvariablen noch fehlt.
Er stellte auch fest, dass Bitcoin dazu tendiert, in Zeiten der Kreditexpansion zu steigen und stark zu fallen, wenn die Liquidität eingeschränkt wird. Ein gutes Beispiel für ein solches Ereignis sei der Yen-Carry-Trade-Abbau im August 2024 gewesen, als eine schnelle Veränderung der japanischen Zinssätze Risikoanlagen schwer belastete und Bitcoin zum Absturz brachte.
Nach-Halving-Gewinne schrumpfen, während Institutionen akkumulieren
Was in den letzten Marktkommentaren auffällt, ist, dass, selbst wenn neue Höchststände 2025 erreicht werden, die Größe jeder Post-Halving-Rallye scheinbar abnimmt. Jüngste Forschungen von CoinGecko ergaben, dass der Zyklus von 2017 eine Rendite von 29x erzielte, während der Lauf von 2025 viel kleiner, wenn auch noch positiv, war.
Trotz des Rückgangs haben Unternehmen weiterhin den Kauf gesteigert. Der Markführer Strategy erwarb in dieser Woche weitere 10.624 BTC, was seine Bestände auf über 660.000 BTC bringt.
Unterdessen könnte regulatorische Veränderungen die zukünftige Liquidität stärker beeinflussen als Blockbelohnungen. Das neu enthüllte Krypto-Rahmenwerk Japans könnte schließlich beträchtliches Haushaltsvermögen in Bitcoin durch ETFs und institutionelle Fonds lenken, wenn das Parlament bevorstehende Regeländerungen genehmigt.
Diese Entwicklungen unterstützen Pereras allgemeineres Argument: Das Halving definiert weiterhin den Knappheitsplan von Bitcoin, aber die Märkte könnten wesentlich mehr von globalen Geldbedingungen als von bloßen Angebotskürzungen allein beeinflusst werden.

