Nach Horizon: Call of the Mountain – Firesprite plant ein bahnbrechendes AAA-Spiel
In den digitalen Schmieden von Firesprite, den Architekten des VR-Spektakels Horizon Call of the Mountain, werden die Feuer für ein neues, monumentales Projekt geschürt. Eine frische Stellenausschreibung auf der offiziellen PlayStation-Karriereseite verrät, dass das Studio in Liverpool nach einem Lead Cinematic Producer für ein brandneues AAA-Spiel sucht. Die Beschreibung liest sich wie die Wunschliste eines jeden ambitionierten Geschichtenerzählers: Ein Projekt, das auf „bahnbrechender Technologie“ der nächsten Hardware-Generation aufbaut und tief in die Welt der narrativen Spielerfahrungen eintauchen soll. Doch während die Vision am Horizont glänzt, werfen düstere Wolken aus der jüngeren Vergangenheit einen langen, bedrohlichen Schatten auf das Vorhaben.
Die Vision: Ein cineastisches Meisterwerk
Die Stellenausschreibung zeichnet das Bild eines Projekts von epischem Ausmaß. Der gesuchte Producer soll interdisziplinäre Teams aus Kamera, VFX und Lichtkünstlern leiten, um kinoreife Sequenzen zu erschaffen, die nahtlos in das Gameplay übergehen. Das Ziel ist es, „hochqualitative, narrative Gameplay-Erfahrungen“ zu entwickeln, bei denen die Entscheidungen des Spielers, die Immersion und die Atmosphäre im absoluten Mittelpunkt stehen. Firesprite will offensichtlich nicht weniger, als die Grenzen des Geschichtenerzählens in Videospielen neu ausloten und ein Erlebnis schaffen, das die Spieler tief in seine Welt hineinzieht.
Flüstern in der Dunkelheit: Die Rückkehr eines Horror-Klassikers?
Während Firesprite eisern schweigt, worum es sich bei diesem mysteriösen Projekt handelt, kocht die Gerüchteküche bereits auf Hochtouren. Hartnäckige Spekulationen aus dem Oktober 2024 deuten darauf hin, dass das Studio an einer Fortsetzung des gefeierten Horror-Schockers Until Dawn arbeiten könnte. Diese Gerüchte erhalten zusätzliches Gewicht durch eine noch ältere Stellenausschreibung aus dem Jahr 2022, in der das Studio bereits nach Personal für ein „AAA narrative driven horror-adventure game“ suchte. Die Aussicht, dass Firesprite seine Expertise im Schaffen immersiver Welten nun nutzt, um uns erneut das Fürchten zu lehren, lässt das Blut in den Adern vieler Horror-Fans gefrieren – im positivsten Sinne.
Die dunkle Seite des Berges: Ein Studio in der Krise?
So verlockend die Zukunftsvision auch klingen mag, sie steht in krassem Kontrast zu den alarmierenden Berichten, die letztes Jahr über die Arbeitskultur bei Firesprite an die Öffentlichkeit gelangten. Schwere Vorwürfe einer toxischen Arbeitsatmosphäre machten die Runde. Quellen sprachen von „klassischer Vetternwirtschaft“, während die Führungsriege als „Tyrannen“ und „Mobber“ bezeichnet wurde. Die Probleme sollen sich nach der Übernahme durch Sony im Jahr 2021 im Zuge von Umstrukturierungsversuchen verschärft haben.
Die Anschuldigungen wiegen schwer: Von sexueller Diskriminierung und Altersdiskriminierung ist die Rede. Eine „Kultur der Angst“ soll im Studio herrschen, die zur Ausbeutung der Mitarbeitenden durch erzwungenen Crunch geführt habe – insbesondere während der Entwicklung von Horizon Call of the Mountain. Diese Berichte zeichnen das Bild eines Studios, das nach außen hin an glänzenden, immersiven Welten arbeitet, während intern ein Klima herrscht, das Kreativität und Wohlbefinden erstickt.

