Musashi zieht sich zurück: Arbeitsplätze in Gefahr
Der japanische Autozulieferer Musashi sieht sich gezwungen, an seinen deutschen Standorten Leinefelde, Hann. Münden und Lüchow umfassende Restrukturierungsmaßnahmen zu ergreifen, was erhebliche Folgen für die Belegschaft haben dürfte. Während die Werke in Leinefelde und Hann. Münden gänzlich geschlossen werden sollen, ist in Lüchow der Abbau von etwa der Hälfte der Arbeitsplätze geplant.
Diese Hiobsbotschaft trifft besonders die strukturschwachen Regionen schwer und sorgt für Verunsicherung unter den Beschäftigten. Laut einem Unternehmenssprecher von Musashi sind die bedauerlichen Maßnahmen Folgen von Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe, verbunden mit einem erheblichen Auftragsmangel an den betroffenen deutschen Standorten.
IG-Metall Gewerkschaftssekretär Sascha Wollert betonte, dass in Leinefelde rund 250, in Hann. Münden 170 bis 200 und in Lüchow 130 bis 170 Arbeitsplätze zur Disposition stehen. Insgesamt sollen bis zu ein Drittel der Musashi-Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sein.
Die Stimmung unter den betroffenen Mitarbeitern sei angespannt, resümiert Wollert. In Regionen wie Nordthüringen, wo die Suche nach neuen Arbeitsplätzen traditionell eine Herausforderung darstellt, trifft der Abbau insbesondere junge Mitarbeiter mit familiären Verpflichtungen und finanziellen Belastungen hart.
Die hochwertigen tarifgebundenen Stellen in der Metall- und Elektroindustrie waren für viele Beschäftigte von existenzieller Bedeutung.

