Mittelstand in der Warteschleife: Investitionen bleiben aus
Die Investitionsfreudigkeit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist derzeit gebremst. Dies zeigt eine jüngste Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbundes. Demnach steigerten lediglich 26 Prozent der Firmen ihre Investitionen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr, während 24 Prozent weniger investierten. Die verbleibende Hälfte hielt das Investitionsniveau konstant. Dies liegt nicht an einem Mangel an kreativen Ideen, sondern vielmehr an den aktuellen Rahmenbedingungen.
Henning Bergmann, Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes, warnt vor den Konsequenzen dieser Zurückhaltung. Ohne eine Entlastung durch die Politik könnte die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gefährdet sein. Die Unternehmen kämpfen mit Bürokratie, Ungewissheit und hohen Standortkosten, die ihre Entwicklung behindern.
Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bewerteten ihre Lage im dritten Quartal 2025 als befriedigend. Optimismus ist rar: Nur ein Fünftel stuft die Geschäftssituation als gut ein. Weit über die Hälfte sieht die Zukunft des Standortes Deutschland negativ. Bergmann fordert besonders bei Berichtspflichten und Genehmigungsverfahren spürbare Vereinfachungen.
Eine entschlossene Reduktion bürokratischer Hürden könnte die wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland verbessern. Ein „Befreiungsschlag“ sei notwendig, um den Standort attraktiv zu halten.

