Milliardengeschäft in Sicht: GOJO Industries prüft Verkauf
Der Hersteller des bekannten Desinfektionsmittels Purell, GOJO Industries, erwägt derzeit strategische Optionen, welche sowohl den kompletten Verkauf des Unternehmens als auch den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung umfassen könnten. Brancheninsider schätzen den Unternehmenswert des familiengeführten Unternehmens auf rund zwei Milliarden US-Dollar.
GOJO befindet sich in Gesprächen mit Private-Equity-Firmen und arbeitet mit der Investmentbank Harris Williams zusammen, um die besten Wege für die Zukunft zu erkunden. Die Gespräche befinden sich in einem frühen Stadium und es ist ungewiss, ob es tatsächlich zu einem Abschluss kommen wird.
Die Sprecher von GOJO betonten die außergewöhnliche Performance des Unternehmens in den letzten Jahren und das Bestreben, die Marke Purell noch weiter in neue Märkte zu bringen. Im Jahr 2023 hatte die Lippman-Kanfer-Familie, die GOJO besitzt, bereits versucht, ihr Unternehmen aus Akron, Ohio, zu verkaufen.
Trotz Angeboten von Private-Equity-Firmen und anderen Unternehmen kam es zu keinem Deal, da die gebotenen Preise die Erwartungen nicht erfüllten. Ein ernsthafter Interessent war Georgia-Pacific, ein Tochterunternehmen von Koch Industries.
Stattdessen entschied sich GOJO, 500 Millionen US-Dollar an neuen Schulden von Silver Point Finance aufzunehmen, um bestehende Verpflichtungen abzuzahlen und Investitionen zu finanzieren. Obwohl die Nachfrage nach Handdesinfektionsmitteln während der COVID-19-Pandemie stark gestiegen war, haben sich die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens seither normalisiert. Die 1946 gegründete Firma konnte mit ihrer Erfindung von Purell, das 1988 auf den Markt kam, weltweit Erfolge feiern und beliefert heute sowohl Verbraucher als auch Unternehmen wie Schulen und Krankenhäuser.

