Macron sucht den Dialog: CSU überrascht mit russischer Gesprächsoffenheit

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat mit einem überraschenden Vorstoß beim jüngsten EU-Gipfel für Aufsehen gesorgt: Er bietet Kremlchef Wladimir Putin einen Dialog an. Diese Initiative stellt für Bundeskanzler Friedrich Merz, der kürzlich bei der Handhabung russischer Vermögen ins Stocken geriet, einen weiteren Dämpfer dar.
In einem bemerkenswerten Schritt kündigte nun Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe, etwas Vergleichbares für Europa an, was in den Reihen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Tabubruch gewertet werden könnte. Doch aus welchem Grund schlägt der CSU-Politiker diesen Weg ein?
Vor rund anderthalb Wochen wurde Markus Söder erneut zum Parteivorsitzenden der CSU gewählt, allerdings mit gemischtem Zuspruch. Um in der CSU wieder an Einfluss zu gewinnen, scheint eine klare Abgrenzung von der CDU der Weg zu sein. Söder selbst setzt sich für eine verstärkte, regelbasierte Unterstützung der Ukraine ein und fordert Maßnahmen zur Eindämmung der Flucht von ukrainischen Wehrpflichtigen. Sein Vertrauter Hoffmann strebt nun sogar an, den Kanzler in Richtung eines Dialogs mit Putin zu bewegen.
Diese Entwicklungen zeigen, dass das Konfliktpotenzial innerhalb der Großen Koalition auch bei CDU und CSU deutlich ankommt.

