Webinar-Reihe rüstet Mittelstand für souveräne KI-Nutzung
Eine dreiteilige Fortbildung zeigt IT-Entscheidern, wie sie Informationsprozesse um bis zu 80 Prozent beschleunigen und Künstliche Intelligenz einsetzen, ohne Geschäftsgeheimnisse an externe Anbieter zu verlieren.
Ostfildern, 01.04.2026 (PresseBox) - Um mittelständische Unternehmen bei der sicheren und wirtschaftlichen Implementierung von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen, startet im April 2026 eine tiefgreifende, dreiteilige Webinar-Reihe. Im Fokus des digitalen Formats steht der praxisnahe Brückenschlag zwischen technologischen Voraussetzungen, der Identifikation lohnender Automatisierungsprozesse und der direkten Anwendung im Arbeitsalltag. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an IT-Leiter, CIOs und Geschäftsführer, die Routineaufgaben messbar reduzieren wollen, ohne sich in technologische Abhängigkeiten oder datenschutzrechtliche Grauzonen zu begeben. Ausgerichtet wird die kostenfreie Weiterbildung von den Digitalisierungsexperten der in Ostfildern ansässigen agorum® Software GmbH.
Das Problem: Schatten-IT und der Verlust der Datensouveränität
Die anfängliche Euphorie rund um Künstliche Intelligenz weicht in vielen Chefetagen des deutschen Mittelstands zunehmend einer strategischen Ernüchterung. Zwar locken erhebliche Effizienzgewinne, doch die ungeklärte Frage der Datensicherheit bremst viele Initiativen aus. Wenn Mitarbeitende unbedarft interne Verträge, Kundendaten oder Konstruktionspläne in öffentliche Sprachmodelle kopieren, wandern sensible Geschäftsgeheimnisse unwiderruflich auf fremde Server ab. Gleichzeitig führt der blinde Aktionismus beim Einsatz isolierter KI-Tools zu einer fragmentierten IT-Landschaft, der sogenannten Schatten-IT.
Diese Insellösungen verursachen nicht nur hohe technologische Schulden durch ständigen Wartungsaufwand, sondern binden Unternehmen oft an einzelne, meist US-amerikanische Großkonzerne, welchen die Experten als „Vendor-Lock-in“ bezeichnen. Die eigentliche Herausforderung für den Mittelstand besteht folglich nicht in der bloßen Beschaffung einer KI-Software, sondern in der Schaffung eines soliden, souveränen Fundaments, das der eigenen Datenkontrolle unterliegt. Abwarten ist jedoch angesichts des globalen Wettbewerbsdrucks und der steigenden „Cost of Inaction“ (den Kosten des Nichtstuns) keine tragfähige wirtschaftliche Option.
Teil 1: Das technologische Fundament und Multi-LLM-Strategien
Genau an dieser infrastrukturellen Schwachstelle setzt das erste Modul der Webinar-Reihe an. Unter dem Paradigma der digitalen Souveränität analysieren die Referenten, welche Grundvoraussetzungen eine Unternehmens-IT erfüllen muss, damit intelligente Sprachmodelle sicher und berechtigungskonform operieren können. Die strikte Trennung von reiner Sprachverarbeitung und revisionssicherer Datenhaltung bildet hierbei den Kern der Architektur.
Die Teilnehmer lernen, warum sogenannte Multi-LLM-Strategien (Large Language Models) entscheidend sind. Der parallele und austauschbare Einsatz verschiedener KI-Modelle, egal ob lokal gehostet oder über sichere Cloud-Anbindungen, garantiert, dass Unternehmen flexibel auf Technologiezyklen reagieren können. Nur wer die Hoheit über sein Dokumentenmanagement und die eigenen Berechtigungskonzepte behält, stellt sicher, dass eine KI auch wirklich nur jene Informationen verarbeitet und ausgibt, die für den jeweiligen Nutzer im System freigegeben sind. Der Beitrag der KI ist somit keine undurchsichtige „Blackbox“, sondern ein lückenlos protokollierbarer Prozess.
Teil 2: Wertschöpfung durch Use Cases: Assistenten vs. Agenten
Ein sauberes Fundament allein erzeugt jedoch noch keinen wirtschaftlichen Return on Investment. Im zweiten Webinar rückt daher die betriebliche Praxis in den Mittelpunkt. IT-Verantwortliche stehen oft vor der Frage, an welcher Stelle im Unternehmen der KI-Einsatz überhaupt den größten wirtschaftlichen Hebel bietet. Die Veranstaltung vermittelt analytische Methoden, um verborgene Zeitfresser, mangelnden Informationskontext und manuelle Routinen in der Verwaltung aufzudecken.
Dabei wird grundlegend zwischen zwei KI-Konzepten differenziert: dem persönlichen KI-Assistenten (Workforce Augmentation) und dem im Hintergrund agierenden, autonomen KI-Agenten. Während der Assistent komplexe Aktenvorgänge für die Mitarbeitenden im direkten Dialog in Sekunden zusammenfasst und Suchzeiten drastisch verringert, übernehmen autonome Agenten standardisierte Prozesse völlig selbstständig. Ob es um die Klassifizierung von eingehenden Rechnungen, die intelligente Datenverteilung oder das Triggern komplexer Freigabe-Workflows geht. Agenten erledigen diese Aufgaben in Millisekunden. Durch die Identifikation und Priorisierung dieser spezifischen Use Cases erkennen Organisationen, wie sie die manuelle Datenerfassung um bis zu 90 Prozent senken können.
Teil 3: Die Praxis des Promptings im Arbeitsalltag
Die strategische Theorie mündet im dritten Teil der Reihe in die direkte Umsetzung auf Mitarbeiterebene. Dieses Praxis-Webinar widmet sich der Frage, wie Unternehmen den konkreten Startschuss geben und Hürden bei der Belegschaft abbauen. Ein zentraler didaktischer Baustein ist dabei das sogenannte „Prompting“. Prompting ist die Fähigkeit, der KI präzise, kontextreiche und unmissverständliche Arbeitsanweisungen zu erteilen.
Branchenexperten demonstrieren anhand alltäglicher Geschäftsprozesse, wann welcher Befehl die besten Resultate liefert und wie sich sogenannte Halluzinationen oder Fehlinterpretationen der Systeme vermeiden lassen. Von der zielgerichteten Vorformulierung vertrieblicher Kommunikation auf Basis historischer Kundendaten bis zur inhaltlichen Auswertung von mehreren hundert Seiten starken Vertragswerken erhalten die Teilnehmer direkt anwendbares Wissen. Dieser Wissenstransfer sorgt dafür, dass Fachkräfte die neuen Werkzeuge nicht nur adaptieren, sondern produktiv und fehlerfrei als Erweiterung ihrer eigenen Fähigkeiten begreifen.
Messbare Ergebnisse statt abstrakter Versprechen
Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer derart strukturierten KI-Einführung sind gravierend. Wirtschaftsanalysen belegen, dass Fachkräfte in konventionellen, fragmentierten Ordnerstrukturen bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Suchen von Informationen und dem Wechseln zwischen verschiedenen Anwendungen verbringen. Allein durch die kontextbasierte Vernetzung von Daten auf einer zentralen Plattform und die gezielte KI-Assistenz lässt sich dieser unproduktive Zeitverlust um bis zu 80 Prozent minimieren. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Unternehmenswissen nicht flüchtig bleibt, sondern von der KI dauerhaft strukturiert wird, was ein entscheidender Vorteil gegenüber einfachen Suchmaschinen oder klassischen RAG-Systemen (Retrieval-Augmented Generation) ist.
„Viele Unternehmen experimentieren mit Künstlicher Intelligenz, ohne das infrastrukturelle Fundament dafür gelegt zu haben“, resümiert Oliver Schulze, erfahrener Softwarearchitekt und Referent der Webinar-Reihe. „Wir zeigen auf, dass Datensouveränität und tiefgreifende Automatisierung keine Gegensätze sind. Die IT-Architektur und die KI müssen den Unternehmensdaten folgen, niemals umgekehrt.“


