Lithiumgewinnung im Erzgebirge: Prüfverfahren gestartet
Die Landesdirektion Sachsen hat mit der "Raumverträglichkeitsprüfung" einen entscheidenden Schritt zur möglichen Erschließung von Lithiumvorkommen im Erzgebirge eingeleitet. Ziel dieser Prüfung ist es, sicherzustellen, dass das Projekt mit den Entwicklungsplänen des Freistaates Sachsen in Einklang steht.
Im Rahmen dieser Prüfung sind nun die Bürger aufgerufen, Einsicht in die Antragsunterlagen zu nehmen und gegebenenfalls Stellungnahmen abzugeben. Der Fokus der Verträglichkeitsprüfung liegt auf den Auswirkungen des Projekts auf verschiedene Nutzungsansprüche, darunter Siedlungsentwicklung, Verkehr und Wirtschaft.
Die Prüfung umfasst ferner potenzielle Standortalternativen. Dieser Prozess ist ein notwendiger Vorläufer des eigentlichen Genehmigungsverfahrens und bildet das Fundament für die weiterführende Planung.
Die Zinnwald Lithium GmbH plant in der Region Altenberg, jährlich 1,5 Millionen Tonnen Lithiumerz zu fördern. Das Unternehmen sieht den untertägigen Abbau im Bereich des historischen Zinnwalder Bergbaus vor, während oberirdische Anlagen sowie ein Reststoffdepot in Liebenau entstehen sollen. Hierfür sind Flächen von insgesamt 110 Hektar vorgesehen.
Einsicht in die Verfahrensunterlagen ist an mehreren Standorten sowie online möglich, und etliche Institutionen wurden zur Stellungnahme eingeladen. Eine vorangegangene Studie hat der Wirtschaftlichkeit und Durchführbarkeit des Projekts gute Noten erteilt, mit Gesamtkosten von etwa einer Milliarde Euro.
Bei reibungslosem Verlauf könnte 2028 mit dem Bau des Bergwerks begonnen werden, um 2030 die Produktion aufzunehmen. Insgesamt könnte das Projekt bis zu 1.200 Arbeitsplätze schaffen.

