Lanxess optimiert Kostenstruktur angesichts herausfordernder Marktbedingungen
Lanxess steht vor der Herausforderung, sich in einem von Unsicherheiten geprägten weltwirtschaftlichen Umfeld zu behaupten. Das Unternehmen sieht geopolitische Spannungen und anhaltende Zollkonflikte, vor allem zwischen den USA und China, als bedeutende Einflussfaktoren. Auch aus Asien drängt der Wettbewerb stärker auf den Markt, was Lanxess-Chef Matthias Zachert dazu veranlasst, die Kosten weiter zu senken.
Zachert verfolgt einen ambitionierten Sparplan, der eine dauerhafte Kostenreduktion um 100 Millionen Euro vorsieht. Hinzu kommen laufende Einsparmaßnahmen, die bis Ende 2025 rund 150 Millionen Euro bringen sollen. Spezifische Schritte umfassen die Schließung der Hexan-Oxidation in Krefeld-Uerdingen bis 2025 und die Einstellung der Aromachemikalienproduktion in Widnes im Jahr 2026.
Im dritten Quartal verzeichnete Lanxess einen Umsatzeinbruch um über 16 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA), das um 28 Prozent auf 125 Millionen Euro sank. Negative Wechselkurseffekte und strategische Verkäufe, wie der des Urethane Systems, trugen zu einem Nettoverlust von 77 Millionen Euro bei.
Für 2025 prognostiziert Lanxess nun ein EBITDA am unteren Ende der Spanne von 520 bis 580 Millionen Euro. Analysten hatten diese Entwicklung bereits einkalkuliert, was jedoch den Druck auf die Lanxess-Aktie nicht minderte. Der Wert der Aktie fiel nach Handelsbeginn um 7,4 Prozent auf 17,99 Euro, was den niedrigsten Stand seit 2009 darstellt. Somit hat die Aktie im laufenden Jahr fast ein Viertel ihres Wertes verloren, während der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals um gut fünf Prozent gefallen ist.

