Lanxess-Aktie fällt auf neues 14-Jahres-Tief
Die Aktien des renommierten Chemiekonzerns Lanxess mussten am Donnerstag einen schmerzhaften Kursrutsch hinnehmen und fielen auf das niedrigste Niveau seit 2009. Mit einer Abschwächung von 10,5 Prozent landete der Aktienkurs am Vormittag bei 17,40 Euro.
Die finanziellen Ergebnisse für das dritte Quartal zeigten deutlich die Herausforderungen des Unternehmens: Der Umsatz schrumpfte um mehr als 16 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro, während der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 125 Millionen Euro sank. Lanxess passt nun seine Erwartungen für die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr an die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen an und plant mit einem Ebitda am unteren Ende der vorhergesagten Spanne.
So kommentierte Analyst Chris Counihan von Jefferies, dass das Ergebnis den Konsenserwartungen leicht hinterherhinke, und alle operativen Einheiten die Prognosen verfehlten. Diese pessimistische Einschätzung spiegelte sich auch in der Analyse von Thomas Schulte-Vorwick vom Bankhaus Metzler wider, der den nach wie vor negativen Free Cashflow als beunruhigendes Zeichen hervorhob.
Seit Jahresbeginn hat die Lanxess-Aktie mehr als ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Im Vergleich zum Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals, der bisher fast sechs Prozent verloren hat, steht Lanxess somit schlechter da und mahnt Investoren zur Vorsicht.

