Kritikerchor zum Koalitionsvertrag der Merz-Regierung wächst
Der Chor der Kritiker am schwarz-roten Koalitionsvertrag unter der Führung von Merz wird täglich lauter. Wer jedoch von den beteiligten Parteien bahnbrechende Lösungen zur Sicherung der Sozialsysteme erwartet hatte, dürfte wohl illusorische Vorstellungen gehegt haben. Angesichts von Trumps Zollkrieg, Putins aggressiver Außenpolitik, den Herausforderungen ungeregelter Migration und einer schwächelnden Wirtschaft sieht sich die zukünftige Merz-Regierung einem Krisenszenario gegenüber, wie es keine Bundesregierung zuvor erlebt hat. Diese komplexe Lage trägt maßgeblich zur nervösen Kurzfristigkeit der Koalition bei.
Dennoch bietet die geplante Koalition in einzelnen Bereichen durchaus praktikable Antworten. Die entscheidende Frage jedoch bleibt, ob dies ausreichen wird. Die Merz-Koalition steht vor der Herausforderung, auf eine Art und Weise zu regieren, die anders ist als die bisherige, oftmals zerstrittene Ampelregierung, um das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Dies ist essenziell, denn nur so können Unternehmen und Bürger ermutigt werden, in die Wirtschaft zu investieren beziehungsweise zu konsumieren, sodass die wirtschaftliche Dynamik wieder entfacht wird. Dies ist von entscheidender Bedeutung, damit die kostspieligen Zukunftsversprechen der Merz-Regierung nicht in absehbarer Zeit obsolet werden.

