Kritik an Justiz-Eingriffen: UN-Expertin mahnt US-Regierung zur Mäßigung
Die jüngste Kritik einer amerikanischen UN-Expertin wirft erneut ein Schlaglicht auf die Spannungen zwischen der US-Regierung und dem Rechtssystem des Landes. Margaret Satterthwaite, bekannt für ihr Engagement in der Verteidigung der richterlichen Unabhängigkeit, moniert das Einmischen von hohen politischen Akteuren, darunter insbesondere von Ex-Präsident Donald Trump, in die amerikanische Justiz. Durch öffentliche Verunglimpfungen von Justizvertretern sollen Juristen als Bedrohung dargestellt werden, so die Expertin.
Besonders alarmierend erscheint die Berichterstattung, wonach bestimmten Anwaltsfirmen der Zugang zu Regierungsgebäuden verwehrt werden solle. Satterthwaite argumentiert, dass solche Aktionen das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Unabhängigkeit des Justizsystems gefährden. Die Maßnahmen würden die freien Ausübung des Anwaltsberufs einschränken und könnten als gezielte Vergeltung gegen Kanzleien mit unpopulären Verbindungen verstanden werden.
Bestellt vom UN-Menschenrechtsrat als Berichterstatterin, hielt Satterthwaite fest, dass diese Entwicklungen die Fähigkeit von Anwälten, ihre Klienten zu unterstützen, massiv beeinträchtigen. Sie appelliert an die US-Regierung, die Einmischungen zu unterlassen und sich erneut in Dialog zu begeben. Bemerkenswert ist dies auch vor dem Hintergrund, dass Trump die Kooperation mit dem UN-Menschenrechtsrat nach Amtsantritt ausgesetzt hatte.

