Diplomatische Spannungen um Grönland: Appell an USA und UN-Charta
Inmitten wachsender globaler Veränderungen hat Außenminister Johann Wadephul die USA eindringlich dazu aufgefordert, die in der UN-Charta verankerten Prinzipien der Souveränität sowie der territorialen Integrität zu respektieren. Hintergrund ist das Interesse der USA an einer eventuellen Übernahme Grönlands, das unter der Souveränität Dänemarks steht. Diese Mahnung erfolgte in Paris während eines Treffens des Weimarer Dreiecks, welches die Außenminister Frankreichs, Polens und Johanns selbst zusammenführte. Auch Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar war zugegen, um die Gespräche zu bereichern.
Wadephul betonte, dass die Entscheidung über Grönlands Schicksal letztlich bei den Grönländern und Dänemark liege. Fragen der Sicherheit in der Arktis sollten im Rahmen der Nato besprochen werden, wobei Offenheit im Bündnis dringend notwendig sei. Besonders begrüßte er, dass sein US-Kollege Marco Rubio Bereitschaft zur Kooperation signalisiert habe und den Dialog mit Dänemark suche – ein Ansatz, der als sinnvoll und unterstützenswert gelobt wurde.
Auf die provokative Frage, ob eine militärische Eskalation seitens der USA das Ende der Nato bedeuten könnte, reagierte Wadephul mit unerschütterlichem Vertrauen. Er erklärte, die Nato sei und bleibe das erfolgreichste Verteidigungsbündnis der Welt, gestützt auf enge Zusammenarbeit und Einheit.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot schloss sich dieser Einschätzung an und unterstrich die Unverkäuflichkeit Grönlands, in Anlehnung an eine kürzliche Äußerung der dänischen Ministerpräsidentin. "Die Zeiten des Kaufens und Verkaufens, wie einst bei Louisiana, sind vorbei", sagte Barrot bestimmt. Einschüchterungsversuche müssten aufhören, und Dänemark könne auf die europäische Solidarität zählen.

