Kritik an der Regierung: Wirtschaftsexpertin fordert tiefgreifende Reformen
Die renommierte Wirtschaftsweise Veronika Grimm äußerte sich kritisch zur bisherigen Bilanz der schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz. Trotz positiver Signale in einigen wirtschaftlichen Stimmungsindikatoren und Hoffnungen auf Besserung, bleibt festzuhalten, dass die Regierung in den ersten 100 Tagen wenig Fortschritte erzielt hat.
Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat, betont die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen, die Deutschland dringend benötige. Stattdessen beobachtet sie eine Verteilung von finanziellen Mitteln in Form von Subventionen und Steuererleichterungen, die jedoch nicht nachhaltige Lösungen bieten. Beispielsweise wird die Gaspreise gesenkt, während die Stromsteuer unverändert bleibe, was die Orientierungslosigkeit der Regierung unterstreicht.
Eine ihrer zentralen Forderungen beinhaltet die Senkung der Unternehmenssteuern und den Abbau unnötiger Regulierungen. Grimm sieht die deutschen Unternehmen in einem dichten Netz aus Bürokratie gefangen, welches durch Regelungen wie die Mietpreisbremse oder das Tariftreuegesetz verstärkt wird. Diese Bürokratie verhindere die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und erschwere den wirtschaftlichen Aufschwung. Größere Haushaltslöcher führten dazu, dass statt zukunftsgerichteter Reformen über Steuererhöhungen debattiert werde.

