Kreative Streitigkeiten: Capital One einigt sich mit Social-Media-Influencern
In einem bemerkenswerten Rechtsstreit, der das Zusammenspiel von Technologie und Marketing beleuchtet, hat sich die sechstgrößte US-Bank Capital One mit einer Gruppe von Social-Media-Kreativen über einen rechtlich umstrittenen Browser-Add-On geeinigt. Der sogenannte Capital One Shopping Browser wurde beschuldigt, die Umsatzprovisionen von Kreativen abzufangen. Nach Angaben der Anklage nutzte der Browser die Rabattfunktion, um den Anschein zu erwecken, als kämen abgeschlossene Käufe über die Empfehlung der Bank zustande und nicht über die der Original-Urheber.
Am vergangenen Donnerstag reichten beide Parteien am Bundesgericht in Alexandria, Virginia, eine Mitteilung über die Einigung ein, wobei eine vorläufige Genehmigung bis zum 17. November erwartet wird. Trotz der Einigung wies Capital One jegliches Fehlverhalten von sich und betonte, dass für die Verbraucher keine Änderungen bei der Nutzung des Browser-Add-Ons zu erwarten seien.
Interessanterweise betonte ein Sprecher von Capital One, dass die gesammelten Beweise auf die Einhaltung der Industrieansprüche und eine harmonische Ausrichtung mit den Werbepartnern hinweisen. Die Kläger, bestehend aus einer vielfältigen Gruppe von Bloggern, Influencern und YouTubern, äußerten sich bisher nicht direkt zu der gütlichen Einigung.
Der Fall ist Teil einer weitreichenden Diskussion über Affiliate-Marketing, einem Modell, bei dem Inhalte durch auf Plattformen eingebettete Links gefördert werden. Diese Praxis wird von Händlern und Drittanbietern unterstützt. Die Debatte drehte sich darum, ob Capital One bewusst Tracking-Codes, wie Cookies, übergangen hat, um die Kommissionen der Kreativen abzuschöpfen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Thematik weit über Capital One hinausgeht. Auch bekannte Unternehmen wie Microsoft und PayPal sahen sich ähnlichen Vorwürfen bezüglich ihrer Extensions, Microsoft Shopping und PayPal Honey, ausgesetzt.

