Konsumklima in den USA: Verbraucher unter Druck
Das Verbrauchervertrauen in den USA hat im September einen unerwarteten Dämpfer erhalten. Der renommierte Konsumklimaindex der Universität Michigan zeigte eine deutliche Abwärtsbewegung, indem er um 3,1 Punkte auf 55,1 sank. Diese Entwicklung kam überraschend, da Wirtschaftsexperten ursprünglich von einer Stabilität der Erstschätzung bei 55,4 Punkten ausgingen.
Der Hauptfaktor für diesen Rückgang waren die deutlich reduzierten Erwartungen der amerikanischen Verbraucher für die zukünftige wirtschaftliche Lage. Im Gegensatz dazu zeigte die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation eine weniger dramatische Verschlechterung. Joanne Hsu, die Leiterin der Umfrage, betonte, dass sowohl die makroökonomischen Prognosen als auch die persönlichen finanziellen Erwartungen gelitten hätten. Die konstante Frustration über die nach wie vor hohen Preise bildet ein zentrales Thema der Verbraucher.
Die kurz- und langfristigen Inflationserwartungen der Haushalte lieferten ebenfalls gemischte Signale. Kurzfristig sank die Inflationserwartung leicht auf 4,7 Prozent, während eine unveränderte Rate von 4,8 Prozent prognostiziert worden war. Langfristig erlebten die Erwartungen einen moderaten Anstieg auf 3,7 Prozent, wobei aus wirtschaftsanalytischer Sicht eine Stabilität bei 3,9 Prozent als wahrscheinlicher erachtet wurde.
Der von der Universität Michigan erarbeitete Konsumklimaindex, der auf detaillierten Telefoninterviews mit rund 500 Haushalten basiert, liefert regelmäßig wertvolle Einblicke in das Kaufverhalten der US-Amerikaner. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bewertung der aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Lage.

