Koalitionsharmonie: Union und SPD erneuern Vertrauensbasis
Die Regierungsfraktionen von Union und SPD haben sich zum Ziel gesetzt, den anfänglichen holprigen Start ihrer Zusammenarbeit hinter sich zu lassen und künftig eine verbesserte Zusammenarbeit sicherzustellen. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch zieht nach einer Klausurtagung der Fraktionsspitzen in Würzburg ein positives Fazit. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte er und betonte, dass man offen und ehrlich sowohl die erfolgreichen als auch die weniger gelungenen Aspekte der bisherigen Kooperation reflektiert habe. Dies schaffe eine Grundlage für ein wachsendes Vertrauen, welches im gemeinsamen Handeln weiter gestärkt werden soll.
Auch Unionsfraktionschef Jens Spahn äußerte sich nach dem zweitägigen Treffen zufrieden und sprach von einem offenen, konstruktiven, jedoch auch kritisch hinterfragenden Austausch. Er kündigte an, dass die geschäftsführenden Fraktionsvorstände regelmäßige Tagungen abhalten werden, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann, der in seiner Geburtsstadt Würzburg als Gastgeber fungierte, hob hervor, dass ein „Geist der Gemeinsamkeit“ entstanden sei, den es nun gelte, in die politische Praxis zu transportieren.

