Kion übertrifft Erwartungen im dritten Quartal – Anleger zeigen gemischte Reaktionen
Der renommierte Hersteller von Gabelstaplern, Kion, hat das ohnehin positive Momentum des laufenden Jahres mit einem unerwartet starken Auftritt im dritten Quartal fortgesetzt. Das Unternehmen präzisierte jüngst seine Jahresziele innerhalb der bisherigen Prognosen, sowohl im Hinblick auf Umsatz als auch auf das bereinigte operative Ergebnis und die Rendite auf das gebundene Kapital (ROCE). Doch die Investoren zeigen sich unentschlossen.
Für das Jahr 2025 erwartet Kion nun einen Umsatz zwischen 11,1 und 11,4 Milliarden Euro, eine Anpassung der früheren Schätzung von 10,9 bis 11,7 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn soll sich in der Spanne von 760 bis 820 Millionen Euro bewegen, zuvor hatte man 720 bis 870 Millionen Euro anvisiert. Die ROCE-Prognose liegt nun bei 7,4 bis 8,0 Prozent, eine Korrektur von den zuvor angenommenen 7,0 bis 8,4 Prozent.
Nach einem leichten Anstieg zum Handelsbeginn fiel die im MDax gelistete Kion-Aktie zeitweilig um bis zu 4 Prozent, nur um dann wieder um 1 Prozent zuzulegen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits über 80 Prozent an Wert gewonnen und übertrifft damit den ebenfalls im Mittelwerte-Segment notierten Mitbewerber Jungheinrich, dessen Aktie um 18 Prozent stieg.
Analysten wiesen auf den Mittelwert der neuen Gewinnzielspanne hin, der auf Konzernebene leicht unter den Erwartungen liege, insbesondere im Staplersegment. Beim Automationsgeschäft hingegen scheint Kion höher als von Experten erwartet abzuschneiden, beeinflusst durch beeindruckende Auftragszahlen seit Jahresbeginn.
Bereits in der Vorwoche hob Kion seine Prognose für den freien Cashflow aufgrund geringerer Kosten des Effizienzprogramms an, nun werden 600 bis 700 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz im dritten Quartal blieb mit 2,7 Milliarden Euro stabil, der Auftragseingang jedoch stieg um 10 Prozent. Trotz eines 13-prozentigen Rückgangs beim bereinigten Ebit auf 190,5 Millionen Euro übertraf das Konzernergebnis mit einer Steigerung um 60 Prozent auf 119 Millionen Euro die Erwartungen deutlich. Dies war insbesondere dank eines besseren Finanzergebnisses und einer verminderten Steuerlast möglich.
Für JPMorgan-Analyst Akash Gupta könnten die übertroffenen Erwartungen im dritten Quartal darauf hindeuten, dass Kions Prognosen konservativ kalkuliert sind.

