Iranische Proteste: Ein Land im Umbruch
Die Protestbewegung im Iran hat nach mehr als einer Woche einen neuen Höhepunkt erreicht. Insbesondere in Teheran strömten unzählige Demonstranten auf die Straßen, wie vielfältige Videos in sozialen Medien eindrucksvoll dokumentieren. Berichten zufolge setzte die Staatsmacht Tränengas gegen vermummte Protestierende ein, während andere Videos brennende Sicherheitsfahrzeuge in der Hauptstadt zeigen. Parallel dazu ist das Protestfieber auch in zahlreiche andere iranische Städte zurückgekehrt. In der nordöstlichen Metropole Maschhad erreichten die Zusammenstöße eine Intensität, die Augenzeugen als 'kriegsähnlich' beschrieben.
Diese neue Welle der Unzufriedenheit wurde durch eine massive wirtschaftliche Notlage und den Absturz der Landeswährung Rial befeuert. Unterdessen haben sich die Demonstrationen auf das gesamte Land ausgeweitet.
Ein markantes Element der aktuellen Situation ist der gravierende Eingriff in die Kommunikationsmöglichkeiten. Die Behörden ordneten einen weitreichenden 'Internet-Blackout' an, der den weltweiten Zugang zum Netz massiv einschränkt. Auch die Telefonkommunikation erfuhr massive Störungen, während nach Berichten von Netblocks und Cloudflare der Web-Traffic dramatisch einbrach; lediglich bestimmte Regierungseinheiten sollen uneingeschränkten Zugang haben.
Die Proteste fordern bislang einen traurigen Tribut: 45 Demonstranten verloren ihr Leben. Menschenrechtsorganisationen wie Iran Human Rights unterstrichen die zunehmende Gewalt und die sich verschärfende Repression gegen die Bevölkerung.
Gleichzeitig sorgt der Ruf nach politischer Veränderung für laute und mutige Bekundungen von Fenstern und Balkonen, von denen Slogans wie 'Tod dem Diktator' erschallen. US-Präsident Donald Trump sprach in einem Podcast klärende Worte der Unterstützung für die iranischen Demonstranten. Er warnte die Führung in Teheran ausdrücklich vor gewaltsamen Repressionen und unterstrich die Beobachtung durch die USA.

