Installation eines Schiebetors

Beim Einbau von hochwertigen Schiebetoren sind mehrere Schritte zu beachten. Vor allem aber muss der Untergrund eben sein und die Schienen mit dem Betonfundament verschraubt werden. Ein weiteres Befestigungseisen wird fest mit dem Pfosten oder der Wand verschraubt. Schließlich wird das Türschloss einen Meter über dem Boden mit einem Anschlag am Ende der Schiene montiert, der der vollständig geöffneten Türposition entspricht.
Voraussetzungen für den Einbau von Schiebetoren
Die Schiebetore können nur unter folgenden Bedingungen fachgerecht eingebaut werden:
Der Pfosten muss höher als das Tor sein und etwa zehn bis 15 cm überstehen. Der Pfosten muss lotrecht sein - dies ist mit einer Wasserwaage zu prüfen. Bei dieser Art von Türen lastet nicht das gesamte Gewicht auf den Pfosten, weshalb sie nicht so stabil gebaut sind wie klassische Flügeltüren.
Kabelkanäle müssen von Anfang an vorhanden sein, um das System mit Strom zu versorgen und mit diversem Zubehör ausstatten zu können: Klingeln, Walkie-Talkies, Treiber, Außenbeleuchtung. Ein vollständig geöffnetes Tor sollte genügend Platz für das Fahrzeug und gegebenenfalls für einen Liefer- oder Umzugswagen bieten. Man sollte sicherstellen, dass die Tür mit ausreichendem Abstand zu umgebenden Hindernissen geöffnet wird. Als Referenz kann man den Abstand zwischen den Pfosten um 30 cm vergrößern.
Der Boden, insbesondere das Betonfundament, auf dem die Schienen montiert sind, ist absolut horizontal und vertikal. Man sollte ein Aluminiumlineal verwenden, um die Ebenheit zu überprüfen. Bei Unebenheiten muss der Boden glatt sein. Kleinere Unebenheiten können auch mit einem Winkelschleifer glattgeschliffen oder mit einem Bohrhammer entfernt werden.
Das Betonfundament wird auch Platte genannt und ist etwa 15 cm höher als der Rest des Bodens an der Vorderseite des Hauses. Wenn das Tor mit einem Torantrieb ausgestattet werden soll, muss sichergestellt werden, dass das gewählte Tor mit Laufschiene und Antrieb verwendet werden kann.
So installieren Sie ein Schiebetor
Die dem Schiebetor beigelegten Montagehilfen ermöglichen den ersten Schritt, die Montage der Schienen. Die meisten Säulen sind gerade und glatt, und die Fensterbänke sind horizontal und vertikal. Zu zweit ist es einfacher, die Tür zu montieren. Die Maße der Bohrungen und Schrauben müssen je nach Situation mit den mitgelieferten Teilen übereinstimmen.
1. Vorbereitungen für die Montage des Schiebetors
Man sollte sicherstellen, dass das Schiebetor-Kit alle wesentlichen Teile enthält:
- die Führungsschiene(n)
- die Befestigungs- bzw. Führungsplatte
- den Endanschlag
- das Schloss, den Griff und das Schließblech
Nun wählt man aus, ob am liebsten mit der Schienenmontage, dem Montieren der Endanschläge oder der Vormontage für das Schiebetor begonnen wird.
Schienenmontage: Wenn man den genauen Abstand zwischen der Innenseite der Säule und der Schienenachse kennt (breitere Säulen sind in der Regel mehr als 35-70 mm), kann die Schiene mit Maßband und Schlagschnur markiert und montiert werden.
Endanschläge montieren: Sobald die Endanschläge montiert sind, weiß man genau, wo sich der Schienenschacht befindet.
Vormontage von Schiebetoren: Wenn man sich nicht sicher ist, wie und wo die Tür montiert werden sollen, kann man alle Teile erst einmal einstellen. Alle Teile mit der Wasserwaage ausrichten und provisorisch mit Klammern und Keilen sichern, Schienenunterseite und Pfosten der Führung entsprechend markieren.
2. Installation der Führungsschiene
Der Boden, auf dem die Führungsleiste angebracht wird, muss unbedingt fest, flach und waagerecht sein.
Mit einer Schlagschnur kann man die Schienenachse auf der gesamten Länge markieren und dabei die Herstellerangaben für den Abstand zwischen Schiene und Pfosteninnenseite berücksichtigen. Nun legt man die Schienen auf die Kreidelinienmarkierungen und bestimmt die endgültige Position der Schiene relativ zu den Endanschlägen, damit sich das Tor so weit wie möglich öffnen kann.
Hat man diesen Schritt absolviert und die Schienen richtig positioniert, kann man einen Bohrhammer verwenden, um die Stiftlöcher zu markieren. Dazu sollte man einen Bohrer, der im Durchmesser kleiner als die Gleisöffnung ist, verwenden und ein bis zwei cm in den Boden bohren. Danach entfernt man die Schienen und bohrt Löcher, um die Breite und Tiefe der Stifte anzupassen. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, die gebohrten Löcher mit Druckluft auszublasen, damit die Stifte leichter eingesteckt werden können.
Danach werden die Schienen wieder angebracht und mit Edelstahlschrauben befestigt.
3. Installation der Führungsplatte
Die Führungen haben Gleitrollen und sind je nach Hersteller in unterschiedlichen Formen erhältlich. Diese können an einem Pfosten oder an der Innenseite eines Pfostens montiert werden. Das Tor wird auf die Schiene aufgesetzt, und mit einer Wasserwaage senkrecht ausgerichtet. Man sollte die Schiene mir Schraubclips sowie Keilen sichern. Nun kann die Führung in der Mitte des Pfostens platziert werden. Dabei sollte man sicherstellen, dass das auch der Hersteller der Tür angibt. Die Befestigungslöcher werden anschließend mit einem Bleistift markiert. Jetzt kann die Führung vorübergehend mit Schrauben befestigt und das Tor mehrmals geschoben werden, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert. Dafür bohrt man nach gelungener Prüfung die restlichen Löcher, setzt die passenden Dübel ein und hält das Brett in der richtigen Position und absolut eben.
4. Installation des hinteren Toranschlags
Der Endanschlag blockiert, dass das Tor nicht von der Schiene fällt. Für die Installation des Toranschlags öffnet man nun die Tür bis zur maximalen Breite der Zwischensäulen. Danach setzt man den Endanschlag auf den Boden und markiert, sowie bohrt die Löcher mit dem korrekten Durchmesser. Jetzt können die Stifte eingesetzt werden. Ist der Anschlag angebracht, sollte man mit einer Schraube oder einem Schraubendreher alles absichern. Als Letztes bringt man die mitgelieferte Abdeckung an, um unansehnliche Schrauben zu verbergen.
5. Installation des Schlosses
Das Schloss wird in einer Höhe von etwa einem Meter installiert, wobei die Position in der Regel vom Hersteller festgelegt wird. Gemessen wird von der Schlossachse, idealerweise vom Schloss aus. Das gesamte Schloss dient als Schablone zum Anzeichnen der Befestigungslöcher. Nachdem man die Bohrlöcher markiert hat, können diese auf den richtigen Durchmesser gebohrt und das Schloss montiert werden. Jetzt ist das Anziehen des Schließblechs abhängig von der Position des Schlosses. Dafür muss man das Tor in die geschlossene Position bringen und den Schließbügel stoppen. Die Befestigungslöcher müssen markiert werden und man sollte mit dem richtigen Stiftdurchmesser bohren. Als Letztes kann die Sicherungsplatte installiert werden.
Endanschlag
Einige Türen sind mit vertikalen Klappen ausgestattet, deren Länge der Höhe der Tür entspricht. Darin befindet sich auch das Schließblech. Nachdem man mit einer Wasserwaage sichergestellt hat, dass der Pfosten senkrecht steht, können Sie den Endpunkt am Pfosten stoppen. Achten Sie darauf, dass das Schließblech bündig mit dem Schloss abschließt. Langlöcher ermöglichen die Feineinstellung des Schlosses, um es in die richtige Position zu bringen.
Fazit
Für das hochwertige Schiebetor ist kein Meisterbrief notwendig, allerdings sollten die gängigsten Handwerkermethoden bekannt sein. Für das Aufbauen sollten circa drei Stunden an Arbeitszeit eingeplant werden, sowie mindestens eine zusätzliche Person, da es so um einiges schneller geht. Zur eigenen Sicherheit sollten auch Sicherheitsschuhe oder ähnliche Maßnahmen zum eigenen Schutz getroffen werden.

