«ARD Story» ersetzt «maischberger»: Kommunen im Krisenmodus

Weil «maischberger» pausiert, rückt Das Erste mit einer Reportage die dramatische Finanzlage deutscher Städte in den Fokus.
Statt politischer Talkrunde setzt Das Erste am Dienstag, den 16. Juni 2026, auf eine investigative Dokumentation. Um 22:50 Uhr läuft die ARD Story mit dem Titel „Kassensturz - Kommunen vor dem Kollaps“ und übernimmt damit den Sendeplatz von «maischberger», die sich derzeit in einer Pause befindet. Der Film von Katharina Singer widmet sich einem Thema, das bundesweit an Brisanz gewonnen hat: der finanziellen Schieflage deutscher Städte.
Im Zentrum der Reportage steht das Jahr 2025, in dem die Kommunen das größte Defizit der bundesdeutschen Geschichte verbuchten. Die Folgen sind bereits spürbar: Städte sparen massiv bei Infrastruktur, Kultur und öffentlichen Angeboten, gleichzeitig steigen Gebühren für Kitas, Schwimmbäder und den Nahverkehr. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist das nicht hinnehmbar – Proteste und wachsender Unmut sind die Konsequenz.
Die «ARD Story» begleitet über einen längeren Zeitraum verschiedene Städte und zeigt, wie Politik und Verwaltung versuchen, auf die Krise zu reagieren. Dabei kommen sowohl Verantwortliche als auch Betroffene zu Wort: Politiker, die nach Einsparmöglichkeiten suchen, und Bürger, die um ihre Lebensqualität und Zukunftsperspektiven fürchten. Die Dokumentation beleuchtet damit nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge, sondern auch die gesellschaftlichen Spannungen, die aus der finanziellen Not entstehen. Am Ende stellt der Film eine grundlegende Frage: Welche Auswirkungen hat die kommunale Finanzkrise auf das Vertrauen in die Demokratie?

