Inflationsdaten und Unternehmensberichte beflügeln New Yorker Börse
Die New Yorker Börse steht zum Wochenende hin weiter im Zeichen steigender Kurse. Die jüngst mit Verzögerung publik gewordenen Inflationsdaten aus den USA fielen geringer aus als prognostiziert und sorgten für zusätzlichen Auftrieb der Aktienmärkte. Kurz vor Eröffnung des Handels markierte der Nasdaq 100 Index bereits einen Anstieg von 0,9 Prozent auf 25.329 Punkte, womit er seinen zwei Wochen alten Rekord übertrifft. Auch der Dow Jones Industrial Index zeigte sich 0,5 Prozent stärker und erreichte 46.952 Punkte, knapp unter einer neuen Bestmarke. Insgesamt deuten die wöchentlichen Gewinne für diese Indizes auf Zuwächse von 2,1 und 1,6 Prozent hin.
Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im September weniger stark als erwartet, was von Marktanalysten als Signal für einen bevorstehenden Rückgang der Kerninflation gewertet wurde. Dies veranlasst die Finanzmärkte, eine bevorstehende Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed um 0,25 Prozentpunkte fest einzuplanen, ungeachtet der aktuellen Teuerungslage.
Der Fokus vor dem Wochenende liegt jedoch auf der Berichtsaison der Unternehmen. Besonders bemerkenswert ist der voraussichtliche Kurssprung bei Intel von 5,4 Prozent, da der kriselnde Chipkonzern dank geringerer Verluste wieder schwarze Zahlen schreibt. Die Analysten heben besonders die übertroffenen Erwartungen hervor, jedoch bleibt ein gewisser Pessimismus bezüglich der langfristigen Herausforderungen bestehen.
Procter & Gamble hingegen erfreut sich eines vorbörslichen Kurszuwachses von 3,5 Prozent nach einem starken ersten Geschäftsquartal. Dies zeugt von der robusten Marktstellung des Unternehmens, das Preiserhöhungen erfolgreich durchsetzt. Ein neuer Rekord als Rüstungskonzern winkt General Dynamics, dessen Aktien einen Anstieg von 4,3 Prozent anstreben. Der positive Ergebnisanstieg und Umsatzwachstum übertrafen ebenso die Erwartungen.
Auch der Automobilkonzern Ford zeigt sich mit einem vorläufigen Kursplus von 3,6 Prozent optimistisch. Der Autobauer überzeugte die Anleger, dass die Beeinträchtigungen durch einen Brand bei einem Zulieferer behoben werden, und rechnet mit einem vollständigen Geschäftserholungsprozess bis 2026, wodurch das Vertrauen in eines seiner umsatzstärksten Modelle gestärkt wurde.

