Hypoport korrigiert Umsatzprognose nach unten: Schwache Geschäfte im Gemeinschaftsunternehmen mit Deutscher Bank belasten
In einem überraschenden Schritt hat der Finanzdienstleister Hypoport seine Umsatzprognosen für das laufende Jahr gesenkt. Grund dafür sind die schwächelnden Geschäfte eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Deutschen Bank. Erwartet wird nun ein Umsatz von mindestens 600 Millionen Euro, im Vergleich zu den zuvor prognostizierten 640 Millionen Euro, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Montagabend in Berlin bekannt gab. Der Rohertrag wird nun mit mindestens 260 Millionen Euro ebenfalls geringer ausfallen als die bisherigen 270 Millionen Euro. Dennoch hält der Vorstand die Prognose für das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) zwischen 30 und 36 Millionen Euro aufrecht.
Trotz der Herausforderungen zeigte sich das Management zufrieden mit der Entwicklung der privaten Immobilienfinanzierung, während der Jahresverlauf bei dem Ableger Starpool, der gemeinsam mit der Deutschen Bank betrieben wird, zunehmend an Dynamik verlor. Im dritten Quartal verzeichnete Hypoport einen Umsatz von 154 Millionen Euro, was nach Anpassungen einem Anstieg von etwa elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Rohertrag wuchs um 19 Prozent auf 67 Millionen Euro, und das EBIT erreichte beeindruckende 7,6 Millionen Euro – ein Anstieg um 120 Prozent. Detaillierte Quartalszahlen sollen wie geplant am 10. November vorgelegt werden.
Die Anleger zeigten sich von der Mitteilung enttäuscht: Die Hypoport-Aktie gab nachbörslich auf Tradegate um 0,7 Prozent nach.

