Henkel erlebt Herausforderungen bei US-Übernahme von Pittsburgh Paint Co.

Der Düsseldorfer Konsumgüterriese Henkel sieht sich bei einer geplanten Übernahme in den USA mit Widerstand der Wettbewerbsbehörde FTC konfrontiert. Die Federal Trade Commission hat am Donnerstag Klage gegen den Erwerb eines Teils von Pittsburgh Paint Co. eingereicht, welcher im Besitz von American Industrial Partners (AIP) ist. Die Transaktion, die einen Wert von 725 Millionen US-Dollar oder etwa 640 Millionen Euro hat und bisher nicht öffentlich verkündet wurde, steht im Zentrum regulatorischer Bedenken.
Laut der FTC würde dieser Zusammenschluss zwei der größten Akteure im Markt für Flüssigklebstoffe für Bau- und Heimwerkerprojekte vereinen, was die potenziellen Auswirkungen auf den Wettbewerb erhöht. Die Kläger argumentieren, dass diese beiden Unternehmen seit Langem als direkte Hauptkonkurrenten zueinanderstehen, was den Zusammenschluss risikoreich hinsichtlich marktbeherrschender Stellungen machen könnte.
Henkel, weltweit führend im Klebstoffmarkt, zählt zu seinen Marken unter anderem Loctite und LePage, während Pittsburgh Paint Eigentümer der Marke Liquid Nails ist. 2024 konnte Henkel in seinem Klebstoffsegment einen Umsatz von etwa 11 Milliarden Euro erzielen, was etwa 51 Prozent des Gesamtumsatzes darstellt. Im Vergleich dazu verzeichnete Pittsburgh Paint laut Bloomberg 2023 einen Umsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar, was in etwa 1,7 Milliarden Euro entspricht.

