Hamas prüft neue Ansätze zur Waffenruhe im Gaza-Konflikt
Die Hamas zeigt sich offen für neue Lösungsvorschläge internationaler Vermittler, die zu einer Waffenruhe im andauernden Gaza-Konflikt führen könnten. In ihrem Telegram-Kanal verdeutlicht die Organisation ihre Verantwortung gegenüber den aktuellen Entwicklungen. Bezeichnend ist, dass US-Präsident Donald Trump erklärte, Israel habe einer 60-tägigen Waffenruhe zugestimmt, was die Hamas nun erstmals offiziell kommentiert.
Die Vermittlung erfolgt im Wesentlichen über die Vereinigten Staaten, Ägypten und Katar, wobei letztere beiden Nationen den direkten Draht zur Hamas pflegen. In der Erklärung der Hamas wird von nationalen Beratungen gesprochen, um die dargebotenen Vorschläge der „vermittelnden Brüder“ eingehend zu prüfen.
Bedingungen, die unlängst von Ägypten und Katar vorgetragen wurden und denen Israel offenbar seine Zustimmung signalisiert hat, stehen im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion. Doch die entscheidende Frage bleibt, ob diese Vorschläge das Hauptanliegen der Hamas reflektieren: eine verbindliche Zusage, dass die temporäre Waffenruhe in ein dauerhaftes Ende des Konflikts münden wird.
Der Hintergrund dieser Eskalation liegt im Überfall der Hamas und weiterer islamistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023. Damals kamen rund 1.200 Menschen ums Leben und über 250 wurden als Geiseln nach Gaza entführt. Laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde beläuft sich die Zahl der bislang in Gaza Getöteten auf über 56.000 Palästinenser, wobei diese Zahlen keine Unterscheidung zwischen Zivilisten und bewaffneten Kämpfern widerspiegeln. Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig validiert werden.

