GPS-Jamming als moderne Herausforderung: Bundeswehr und EU im Fokus
In einer jüngst abgehaltenen Pressekonferenz in Berlin betonte Carsten Breuer, der Generalinspekteur der Bundeswehr, die stetig zunehmende Problematik von GPS-Störmanövern, bekannt als GPS-Jamming, die sowohl zivile als auch militärische Flüge betreffen. Breuer berichtete von persönlichen Erlebnissen während eines Fluges über die Ostsee und auf einem weiteren in Litauen. Die in solchen Fällen angewendeten Navigationsverfahren seien jedoch sicher und durchdacht, versicherte er.
Die Relevanz der Thematik wird durch die Vermutung unterstützt, dass Russland hinter gezielten Störaktionen steckt. Breuer hob hervor, dass hybride Bedrohungen und Sabotageakte mittlerweile zum Alltag gehören und oft auf staatliche Akteure zurückzuführen sind. Diese Anschuldigungen richten sich besonders häufig gegen Russland, erklärte er.
Ein aktuelles Ereignis verstärkte die ohnehin bestehende Besorgnis: Bulgarische Behörden gaben an, dass ein Flugzeug mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Bord Opfer eines GPS-Jammings geworden sei. Laut einer Sprecherin der Kommission gingen die Behörden davon aus, dass Russland hinter diesem gezielten Störangriff steckt.

