Goldpreisprognose: Stabiles Fundament für 2026 erwartet
Die Fachvereinigung Edelmetalle prognostiziert trotz der diesjährigen Goldpreis-Rallye stabile bis steigende Preise für das Jahr 2026. York Tetzlaff, der Vorsitzende des Branchenverbandes, sieht deutliche Anzeichen für einen weiterhin soliden Goldpreis. Dazu gehören geringere Zinserwartungen, anhaltende geopolitische Spannungen und die starke Kaufbereitschaft der Zentralbanken. Diese Faktoren sollen ein stabiles Fundament bieten, auch wenn kurzfristige Schwankungen vorkommen können.
Zentralbanken, so Tetzlaff, werden voraussichtlich ihre Nachfrage nach Gold nicht reduzieren. Zusätzlich scheinen geo- oder handelspolitische Unwägbarkeiten, vor allem im Bereich der Zollpolitik, wahrscheinlich. Eine Eskalation solcher Unsicherheiten könnte den Goldpreis überproportional beeinflussen.
Auch der World Gold Council äußerte sich in einem Bericht ähnlich: Sollte sich das globale Wachstum verlangsamen oder eine deutliche Rezession eintreten, könnten moderate bis erhebliche Gewinne erzielt werden. Im Gegensatz dazu würde eine erfolgreiche Umsetzung der politischen Maßnahmen der Trump-Administration das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die geopolitischen Risiken senken. Dies könnte zu höheren Zinsen und einem stärkeren US-Dollar führen, was wiederum den Goldpreis drücken könnte.

