Fronten des Widerstands: Selenskyj bleibt optimistisch trotz russischer Behauptungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weist Berichte über russische Erfolge an mehreren Frontabschnitten im Osten seines Landes entschieden zurück. In einer Ansprache aus Kiew betonte der Staatschef, dass vor allem im Raum Pokrowsk im Donezker Gebiet keine Fortschritte der gegnerischen Truppen zu verzeichnen seien. Bemerkenswerte 30 Prozent der Gefechte finden dort statt, wie Selenskyj erläutert, und er unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die ukrainischen Soldaten stehen.
In der Nähe von Dobropillja hält nach wie vor die ukrainische Seite die Initiative in der Hand, während es an anderen Frontabschnitten wie Lyman, Kramatorsk und Kostjantyniwka zu keinen signifikanten Änderungen gekommen ist. Besonders in der Stadt Kupjansk, die zur benachbarten Region Charkiw gehört, sollen Selenskyj zufolge nur noch rund 60 russische Soldaten präsent sein.
Der Präsident zeigt sich entschlossen und verspricht, die Stadt vollständig zu säubern. Eine Frist für den Abschluss dieser Operation sei bereits gesetzt worden.
Entgegen der wiederholten Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der von einer Einkreisung ukrainischer Soldaten in den Städten Pokrowsk und Kupjansk sprach, bleibt Kiews Haltung klar und unverändert: Auch wenn die Lage in Pokrowsk als schwierig erkannt wird, wird die Darstellung einer Einkreisung zurückgewiesen. Das Schicksal der Bergarbeiterstadt scheint allerdings nach Aussagen ukrainischer Soldaten, die in lokalen Medien berichteten, dennoch ungewiss zu sein.

