Friedrich Merz äußert Sorgen über Europas globale Rolle
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich besorgt über die gegenwärtige globale Position Europas. Er betont, dass Europa derzeit nicht die angestrebte Rolle auf der Weltbühne einnimmt, die notwendig wäre, um seine Interessen effektiv zu wahren. In einem Interview mit dem Partei-Kanal CDU.TV äußerte der CDU-Vorsitzende, dass dieses Manko für ihn eine schwerwiegende Angelegenheit darstellt und er wünscht sich eine aktivere Rolle auf internationaler Ebene.
Ein zentrales Beispiel für Merz' Kritik ist die Ukraine-Diplomatie. Derzeit, so Merz, sei Europa nicht in der Lage, ausreichend Druck auf Wladimir Putin auszuüben, um den Konflikt in der Ukraine zu beenden. Er unterstreicht die derzeitige Abhängigkeit von amerikanischer Unterstützung, während gleichzeitig Staaten wie China, Indien und Brasilien neue Bündnisse mit Russland eingehen.
Trotz der Herausforderungen sieht Merz auch positive Entwicklungen: Europa bewege sich hin zu einer neuen Einheit. Diese Geschlossenheit sei stark abhängig vom Engagement der deutschen Bundesregierung und insbesondere von der Rolle des deutschen Bundeskanzlers. Merz sieht dies nicht als Überheblichkeit, sondern als notwendige Verantwortung, den Erwartungen gerecht zu werden, die sowohl von Europa als auch im nationalen Interesse liegen.

