Freundliche Marktlage drückt auf Nachfrage nach Staatsanleihen
Die deutschen Staatsanleihekurse verzeichneten am Mittwoch einen Rückgang. Im Zentrum des Interesses stand der richtungsweisende Euro-Bund-Future, der um 0,15 Prozent auf 130,41 Punkte fiel. Dies führte zu einem Anstieg der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,62 Prozent. Ein ähnlicher Trend zeichnete sich in anderen Ländern der Eurozone ab, wo die Renditen ebenfalls kletterten.
Eine allgemein positive Stimmung an den Finanzmärkten verringerte die Attraktivität der sicheren Staatsanleihen und übte dadurch Druck auf deren Kurse aus. Der Zinsanstieg erfolgte im Anschluss an US-Präsident Donald Trumps Verkündung eines Handelsabkommens mit Japan. Laut Trump konnte eine Einigung auf Zölle von 15 Prozent auf japanische Waren erzielt werden, während zuvor noch ein Zollsatz von 25 Prozent im Raum stand. Diese Entwicklungen sorgten insbesondere für Abwärtstrends bei japanischen Staatsanleihen, die von einem spürbaren Renditenanstieg begleitet wurden. Die zehnjährigen Staatsanleihen Japans stiegen auf knapp unter 1,60 Prozent, der höchste Stand seit 2008.
Darüber hinaus verwiesen Anleiheexperten der Deutschen Bank auf eine aktuelle Auktion japanischer Staatsanleihen mit einer 40-jährigen Laufzeit, die nur auf geringes Interesse stieß. Dies wirkte sich ebenfalls positiv auf die Renditeentwicklung japanischer Papiere aus.

