Fallout: Todd Howard bestätigt mehrere Projekte und verrät, warum er Remakes eigentlich ablehnt
Die Gerüchteküche rund um das Fallout-Universum brodelt schon seit geraumer Zeit – Spekulationen über Neuauflagen, Fortsetzungen und alles dazwischen haben die Fangemeinde in Atem gehalten. Nun hat Bethesdas kreativer Kopf Todd Howard selbst das Wort ergriffen, und seine Aussagen werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten.
Remaster ja, Remake eher nein
In einem Gespräch mit Kinda Funny Games ließ Todd Howard erstaunlich offen in seine Gedankenwelt blicken. Auf die Frage nach seiner Haltung gegenüber Neuauflagen alter Titel antwortete er ungewohnt direkt: „Ich bin so eine Art Anti-Remake. Ich respektiere die anderen da draußen, aber ich denke wirklich, dass das Alter eines Spiels Teil dessen ist, was es ausmacht – seine Persönlichkeit, das, wofür es stand, als es erschien.“ Eine Aussage, die angesichts der jüngsten Erfolge von The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered bemerkenswert wirkt. Doch Howard differenziert bewusst zwischen Neuauflage und vollständiger Neuentwicklung. Bei Oblivion sei es darum gegangen, die ursprüngliche Version so weiterzudenken, als hätte man sie jahrelang immer weiter verfeinert – kein Neuerfinden, sondern ein Hochskalieren. „Lass es einfach modern aussehen, aber im Stil, in dem es war“, beschreibt er den Ansatz. Rüstungen, Welt, Atmosphäre: alles so, wie Spieler es in Erinnerung haben – nur eben gestochen scharf.
Mehrere Fallout-Projekte in Arbeit
Was viele Fans seit Monaten erhofften, wurde nun erneut bestätigt: Bethesda arbeitet an mehreren Fallout-Projekten gleichzeitig. Wie viele es genau sind und in welchem Stadium sich diese befinden, ließ Howard bewusst im Dunkeln – eine typische Zurückhaltung, die mehr andeutet, als sie preisgibt. Gerüchten zufolge soll Fallout 3 eine Neuauflage nach dem Vorbild von Oblivion Remastered erhalten, wobei sich das Projekt angeblich noch in aktiver Entwicklung befindet und Bethesda besonderen Wert auf einen polierten Abschluss legt, der dem überraschend veröffentlichten Oblivion ebenbürtig ist. Auch Fallout: New Vegas soll einem ähnlichen Behandlungsverfahren unterzogen werden – offizielle Bestätigung steht hier allerdings noch aus.
Fallout 5 und die Amazon-Serie als gemeinsames Universum
Neben den möglichen Neuauflagen schwebt natürlich Fallout 5 als langfristiges Ziel über allem. Howard hat sich auch dazu geäußert: Das Spiel werde „seine Zeit haben“ und in einer Welt spielen, in der die Ereignisse der Amazon-Fernsehserie „stattgefunden haben oder gerade stattfinden“. Eine vage, aber bedeutsame Aussage – sie legt nahe, dass Seriengeschehnisse direkt oder parallel in die Spielhandlung einfließen könnten, was die Fallout-Welt zu einem zusammenhängenden, plattformübergreifenden Erzählkosmos machen würde. Wann Fallout 5 erscheint, bleibt völlig offen; realistisch betrachtet dürfte der Titel noch viele Jahre entfernt sein, zumal die überwiegende Mehrheit des Bethesda-Teams derzeit an The Elder Scrolls 6 arbeitet. Die Fallout-Fangemeinde wird sich also in Geduld üben müssen – wenngleich die Aussicht auf mehrere parallel entstehende Projekte zumindest als tröstlicher Hoffnungsschimmer taugt.


