Chronologie

Operation «Absolute Entschlossenheit»: Angriff auf Venezuela

03. Januar 2026, 20:38 Uhr · Quelle: dpa
US-Angriffe auf Venezuela - Florida
Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Trump sagt, die USA würden Venezuela so lange führen, bis ein sicherer Machtwechsel stattfinden könne.
Die USA haben Nicolás Maduro in Venezuela festgenommen und planen, das Land vorübergehend zu führen.

Palm Beach (dpa) - Die USA haben bei einem Militäreinsatz in Venezuela Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und ihn außer Landes gebracht. Die Vereinigten Staaten wollen die Führung des südamerikanischen Landes bis zu einem sicheren Wechsel übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump Stunden danach in seiner Privatresidenz in Florida in einer Pressekonferenz. So lief die Operation «Absolute Resolve» (deutsch: «Absolute Entschlossenheit») nach US-Darstellung ab:

Dem Einsatz gehen den US-Angaben nach Monate an Planung und wiederholte Proben voraus. Geheimdienste (CIA, NSA) beobachteten Maduro und seine Gewohnheiten genau. Demnach wusste man über Maduros Essen, seine Kleider und auch Haustiere Bescheid. Auch das Wetter spielt eine Rolle: Laut Trump wird vier Tage auf das richtige Wetterfenster gewartet.

Freitagabend 22.46 Uhr (US-Ostküstenzeit): Präsident Trump ordnet den Beginn des Militäreinsatzes an. Der Befehl wird an die gesamten Streitkräfte übermittelt.

Im Verlauf der Nacht: Start von Luftoperationen von 20 Stützpunkten an Land und auf See. Es sind laut Generalstabschef Dan Caine insgesamt mehr als 150 Bomber, Kampfjets, Aufklärer, Hubschrauber und Drohnen im Einsatz.

Beginn der Operation: Hubschrauber mit den Einsatzkräften inklusive Strafverfolgungsbehörden starten und fliegen in extrem niedriger Höhe über das Meer in Richtung Venezuela.

In der Nähe von Venezuela: Die USA aktivieren nach eigenen Angaben Fähigkeiten aus Weltraum-, Cyber-, Kommunikations- und Geheimdienstbereichen, um einen sicheren Korridor zu schaffen. Präsident Trump sagt, dass auch Lichter in Caracas ausgeschaltet worden seien.

In der Nähe der Hauptstadt Caracas: US-Luftstreitkräfte beginnen mit der Störung venezolanischer Luftverteidigungssysteme, um die sichere Passage der Hubschrauber zu gewährleisten. Die Einsatzleitung habe eingeschätzt, dass das Element der Überraschung vollständig erhalten worden sei, sagte Generalstabschef Caine.

Samstagnacht 1.01 Uhr (US-Ostküstenzeit) / 2.01 Uhr Ortszeit Caracas: Ankunft der Hubschrauber über Maduros Anwesen. Die Zugriffskräfte landen und sichern das Gelände.

Während des Zugriffs: Hubschrauber geraten unter Beschuss und erwidern das Feuer zur Selbstverteidigung, wie es heißt. Ein Helikopter wird laut Caine getroffen, bleibt jedoch flugfähig.

Festnahme: Caine zufolge geben Nicolás Maduro und seine Ehefrau auf und werden ohne US-Verluste festgenommen. US-Medien berichteten, dass beide sich zum Zeitpunkt der Festnahme im Schlafzimmer befunden hätten. In der Pressekonferenz heißt es, Maduro habe versucht, in einen mit Stahl gesicherten Safe Room zu gelangen. Er sei aber so schnell überwältigt worden, dass ihm das nicht mehr gelang, erzählte Trump. Später sagte er, Maduro hätte bei dem Einsatz auch getötet werden können.

Vorbereitung des Abzugs: Hubschrauber werden zur Evakuierung angefordert. Kampfjets und Drohnen sichern den Luftraum, es kommt zu mehreren Gefechten.

3.29 Uhr (US-Ostküstenzeit): Die Kräfte verlassen venezolanisches Hoheitsgebiet. Laut Trump bringt ein Hubschrauber Maduro und seine Ehefrau an Bord der «USS Iwo Jima». Sie seien auf dem Weg nach New York.

Nach ihrer Ankunft in New York sollen Maduro und seine Ehefrau vor Gericht gebracht werden. Ihnen werden laut US-Justizministerin Pam Bondi unter anderem «Verschwörung zum Drogenterrorismus» sowie «Verschwörung zum Kokainimport» vorgeworfen.

Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach venezolanischen Regierungsangaben aus Caracas sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. «Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat», sagte Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. Die US-Seite macht in der Pressekonferenz nicht bekannt, wie viele Tote und Verletzte es gibt. Trump hatte zuvor bei «Fox News» gesagt, dass keine Amerikaner getötet worden seien. Es seien ein paar Einsatzkräfte «getroffen» worden. Diese seien allerdings «zurückgekehrt und sollen in recht guter Verfassung sein», sagte Trump.

Vor der Pressekonferenz der US-Regierung am Samstagmittag (Ostküstenzeit) veröffentlicht Trump ein Bild, zu dem er schreibt: «Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima.» Auf dem Bild ist Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen.

Auf der Pressekonferenz in Mar-a-Lago gibt Trump bekannt, dass die USA Venezuela übergangsweise führen wollen. «Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können.» Wie genau das ablaufen soll, bleibt zunächst unklar.

Politik / Militär / Kriminalität / USA / Venezuela / Hintergrund / Maduro
03.01.2026 · 20:38 Uhr
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