Experten warnen: Bitcoin befindet sich nicht in einem Bullenmarkt

Die Kryptomärkte starteten die Woche unter Druck. Bitcoin (BTC) fiel kurzzeitig auf etwa $86.000, da eine risikoscheue Stimmung den Sektor belastete.
Später konnte sich der Kurs etwas erholen und notierte bei rund $87.800. Dennoch sind Marktbeobachter der Meinung, dass BTC weiterhin bärisch ist und noch niedrigere Niveaus bevorstehen.
Harte Realität für Bitcoin
Der bekannte Kryptoanalyst Mr. Wall Street erklärte, dass sich der Markt nicht in einer Bullenphase befindet und der Optimismus über eine Erholung verfrüht sei. In seinem neuesten Update erläuterte er, dass der Rückgang auf ein Niveau, das seit Mitte Dezember 2025 nicht mehr gesehen wurde, keinen dauerhaften Boden markiert. Er bezeichnete die aktuellen Bedingungen als Teil eines „großen Bärenmarktes“.
Mr. Wall Street fügte hinzu, dass weitere Rückgänge bevorstehen und „viel niedrigere Ziele“ für die führende Kryptowährung wahrscheinlicher sind als eine schnelle Erholung.
Ein weiterer Analyst, Axel Adler Jr., äußerte ähnliche Ansichten angesichts der angespannten Marktlage. Er beschrieb die aktuelle Zeit als schwierig für Anleger und sprach von einem Umfeld, das von „Druck, Ermüdung und Zweifel“ geprägt ist. Interessanterweise argumentierte Adler, dass der Krypto-Winter im November begonnen hat und nicht nur andauert, sondern sich sogar „intensiviert“. Adler fügte hinzu:
„It is precisely during such periods that the gap forms between those who will survive the cycle and those who will forever remain in the crowd at the highs. Winter cleanses the market. It shakes out speculators, breaks illusions, and leaves only discipline. And therein lies its value.“
Händler werden defensiv
Ein wesentlicher Auslöser für den Abwärtstrend waren erneute Spannungen an den Währungsmärkten, nachdem die „Rate Check“-Maßnahme der New Yorker Fed im USD/JPY auf eine Sensibilität gegenüber einem schwächeren Yen hinwies, wobei 160 als implizite Warnschwelle gesehen wird. Obwohl USD/JPY immer noch nahe den Zwei-Monats-Hochs bei 154 liegt, erklärte QCP Capital, dass die Positionierung zunehmend defensiv wird, da Investoren Short-Yen-Positionen auflösen, um möglichen Interventionen zu entgehen.
Der Vermögensverwalter wies auch darauf hin, dass das politische Risiko in den USA ein bedeutendes Hindernis bleibt, da Unsicherheit über die Haushaltsverhandlungen besteht. Die Republikaner im Repräsentantenhaus haben Ausgabengesetze vorangetrieben, während die Demokraten im Senat signalisiert haben, dass sie diese blockieren könnten. Da die staatliche Finanzierung am 30. Januar ausläuft, warnte QCP, dass das Scheitern einer parteiübergreifenden Einigung zu einem teilweisen Shutdown führen könnte.
Unterdessen bewertet Polymarket die Wahrscheinlichkeit eines Shutdowns bis zum 31. Januar mit etwa drei Vierteln. Im Kryptobereich erklärte QCP, dass sich die Put-Skewness und die implizite Volatilität erhöht haben und die Preise kurzfristig „hin- und herschwanken“ könnten, da die Volatilität hoch bleibt und die Märkte auf Klarheit warten.

