Zweiparteiengesetz PACE Act soll Krypto-Unternehmen Zugang zu Fed-Zahlungsdiensten erleichtern

Ein neues, parteiübergreifendes Gesetzesvorhaben, das am Dienstag vorgestellt wurde, soll zahlreichen Fintech- und Krypto-Zahlungsanbietern einen klareren Zugang zur US-Zahlungsinfrastruktur ermöglichen.
Das neue Gesetz, bekannt als Payments Access and Consumer Efficiency (PACE) Act, zielt darauf ab, eine nationale Zahlungslizenz zu schaffen, die es qualifizierten Unternehmen erleichtert, auf föderale Zahlungsdienste zuzugreifen. Dies soll digitale Überweisungen für Verbraucher und kleine Unternehmen schneller und kostengünstiger machen.
Funktionsweise des PACE Act
Der PACE Act, eingebracht von den Abgeordneten Young Kim und Sam Liccardo, sieht einen vereinfachten föderalen Registrierungsprozess vor. Zahlungsunternehmen im Kryptosektor könnten sich unter klaren Standards für eine föderale Registrierung bewerben.
Das Gesetz fordert zudem direkten Zugang zu föderalen Zahlungsnetzwerken für zugelassene Fintech- und Krypto-Unternehmen, begleitet von einer strengen Aufsicht und Durchsetzung.
Ein wesentlicher Aspekt der Diskussion um das Gesetz ist, wie es sich auf die Kontostrukturen der Federal Reserve (Fed) für Nichtbanken-Teilnehmer bezieht. Laut Berichten von Eleanor Terrett von Crypto in America würde der PACE Act diesen Institutionen den Zugang zu Fed-Zahlungsdiensten in einer Weise ermöglichen, die mit dem Konzept der "skinny master accounts" von Fed-Gouverneur Christopher Waller übereinstimmt – ein Ansatz, den die Krypto-Börse Kraken Anfang des Jahres nutzen konnte.
Weiterhin wird berichtet, dass das Gesetz die endgültige Entscheidungsbefugnis für Anträge auf skinny master accounts vom einzelnen Reserve Bank auf das Federal Reserve Board verlagern würde.
Krypto-Gruppen unterstützen neuen Vorschlag
Mehrere Krypto-Gruppen haben ihre Unterstützung für das Gesetzesvorhaben bekundet. Laut den offiziellen Materialien des Gesetzes gehören zu den Befürwortern die Financial Technology Association, die Blockchain Association, die Digital Chamber und der Crypto Council for Innovation (CCI).
Ihre gemeinsame Botschaft ist, dass das Gesetz den Zugang zu zentralen Zahlungsschienen modernisieren würde, während regulatorische Schutzmaßnahmen, insbesondere für den Verbraucherschutz und die Aufsicht, erhalten bleiben.
In einer Erklärung zur Ankündigung sagte Abgeordnete Young Kim, dass Amerikaner nicht tagelang warten oder zusätzliche Gebühren zahlen sollten, um Geld zu überweisen. Ihrer Meinung nach modernisiert das Gesetz das System, um schnellere Zahlungen und niedrigere Kosten zu ermöglichen und Familien sowie kleinen Unternehmen zu helfen, mehr von ihrem hart verdienten Geld zu behalten.
Abgeordneter Sam Liccardo betonte ebenfalls den Zugang und den Wettbewerb für Nichtbank-Zahlungsunternehmen und argumentierte, dass Krypto-Zahlungsunternehmen von der gleichen Infrastruktur ausgeschlossen wurden, die ihren Konkurrenten zur Verfügung steht.
Der Crypto Council for Innovation lobte ebenfalls das Gesetz und verwies auf das Ziel, Unternehmen mit 40 oder mehr Lizenzen für Geldtransmitter die Einhaltung eines einheitlichen föderalen Regulierungsrahmens zu ermöglichen, der vom Office of the Comptroller of the Currency (OCC) überwacht wird.
Die Position des CCI ist, dass die Erweiterung des Zugangs zu den Zahlungsdiensten der Federal Reserve für gut regulierte Institutionen den Wettbewerb verbessern würde, während gleichzeitig starke Verbraucherschutzstandards eingehalten werden. Der Crypto Council for Innovation erklärte, dass er sich darauf freue, mit dem Kongress zusammenzuarbeiten, um das Gesetz voranzubringen, damit Amerikaner von "sicheren und effizienten Zahlungsoptionen" profitieren können.

