Warum der massive Abfluss von $297 Millionen bei Bitcoin-ETFs ein Kaufsignal sein könnte

Die Analyseplattform Santiment argumentiert, dass der kombinierte Nettoabfluss von fast $300 Millionen, der am Montag US-Spot-Bitcoin-ETFs traf, auf eine potenzielle Kaufgelegenheit bei einem Kursrückgang hinweist.
Laut Santiment sind Abflüsse dieser Größenordnung oft ein Zeichen für die Angst der Kleinanleger und haben sich in der Vergangenheit als zuverlässige konträre Indikatoren für Kurstiefs erwiesen.
Großer Abfluss spiegelt frühere Kaufgelegenheiten wider
Am 13. April verließen $297,3 Millionen die Bitcoin-ETFs. Andere Datenquellen wie Coinglass, SoSoValue und Farside Investors zeigten leicht niedrigere Werte von etwa $291 Millionen. Dennoch war der Montag der stärkste Abfluss seit dem 6. März 2026, als die Produkte fast $350 Millionen verloren.
Am darauffolgenden Tag erholten sich die ETFs und verzeichneten Zuflüsse von $411 Millionen. Santiment beschrieb den Montag als einen „enormen Anstieg“, der mit Panikverkäufen im Einzelhandel verbunden war. Die Analyse behandelt starke ETF-Flüsse als Gegenindikatoren, wobei große Zuflüsse mit Kursspitzen und ähnlich große Abflüsse mit Markttiefs übereinstimmen.
Historische Beispiele untermauern diese Argumentation, darunter der 10. Juli 2025, als Bitcoin-ETFs Zuflüsse von $1,18 Milliarden verzeichneten, und der 6. Oktober 2025 mit $1,21 Milliarden. Beide Ereignisse traten zeitgleich mit lokalen Kursspitzen auf, und laut Santiment hätten Händler besser daran getan, Gewinne mitzunehmen.
Im Gegensatz dazu haben große Abfluss-Spitzen, wie $903,2 Millionen am 20. November 2025, oft mit Perioden übereingestimmt, in denen der Kauf des Kursrückgangs effektiver war.
„Heavy outflows actually suggest a buying opportunity, while heavy inflows are warning signs of a price top,“ erklärten die Analysten von Santiment.
Spannung zwischen ETF-Inhabern und kurzfristigen Händlern
Die Abflussdaten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin versucht, über einem wichtigen Kostenbasisniveau zu bleiben. Eine aktuelle Analyse von Axel Adler Jr. zeigt, dass die Kryptowährung den durchschnittlichen Erwerbspreis der US-Bitcoin-ETFs testet, der bei $74.232 liegt. Der Analyst betont, dass, wenn BTC über diesem Niveau bleibt, die ETF-Inhaber wieder auf Break-even kommen. Er weist jedoch darauf hin, dass die Kostenbasis für kurzfristige Inhaber bei etwa $83.734 liegt, was bedeutet, dass immer noch erheblicher Verkaufsdruck besteht, der eine mögliche Rallye stoppen könnte.
Unterdessen stieg Bitcoin gestern auf knapp unter $75.000, nachdem der US-Vizepräsident JD Vance Fortschritte in den Gesprächen zwischen seinem Land und Iran angedeutet hatte. Die führende Kryptowährung stieg dann weiter an und überschritt kurzzeitig die Marke von $76.000, bevor sie schnell zurückgewiesen wurde und zum Zeitpunkt des Schreibens auf knapp unter $74.000 fiel.

