Ex-Binance-CEO CZ kritisiert FT-Bericht über YZi Labs und nennt ihn eine "negative Erzählung"
Der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao, allgemein als CZ bekannt, befindet sich im Zentrum einer neuen Kontroverse nach einem kürzlich erschienenen Bericht der Financial Times über seine Web3- und künstliche Intelligenz (KI)-Venture YZi Labs.
CZ weist Financial Times Bericht zurück
In dem Bericht wurde behauptet, dass Zhao plane, ein beträchtliches $10 Milliarden Portfolio für externe Investoren zu öffnen, eine Behauptung, die vom ehemaligen Geschäftsführer der weltweit größten Kryptowährungsbörse energisch bestritten wird.
Ella Zhang, Leiterin von YZi Labs, erkannte laut Financial Times ein starkes Interesse potenzieller Investoren an und erwähnte sogar, dass der Vorsitzende der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, um eine private Demonstration der Fähigkeiten des Fonds gebeten hatte.
Dem Bericht der Financial Times zufolge besteht etwa 70% des Portfolios von YZi Labs aus digitalen Vermögenswerten, wobei über 50 Token-Vorschläge im Sommer geprüft wurden.
Der ehemalige Binance-Geschäftsführer ging jedoch auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) vehement gegen die Behauptungen der Financial Times vor und bezeichnete den Bericht als "völlig falsche Nachrichten" mit aus seiner Sicht "gefälschten, falschen und erfundenen Informationen".
Zhao machte in seinen Beiträgen mehrere spezifische Aussagen. Er erklärte, dass YZi Labs derzeit keinen externen Fonds aufstelle und keine geplante Demonstration für Investoren vorgesehen sei.
CZ drückte sein Unverständnis über das Konzept einer "Demo" für einen Fonds aus und stellte klar, dass es nie ein Pitch Deck für YZi Labs gegeben habe und dass die Organisation seit ihrer Umfirmierung keine externen Investitionsgespräche geführt habe.
YZi Labs nicht mit Binance verknüpft
In seiner Antwort erklärte CZ weiter, dass YZi Labs unabhängig von der Kryptowährungsbörse Binance operiert und widerlegte Behauptungen, dass es nach seinen rechtlichen Problemen mit den US-Behörden im November 2023 aus der Börse "ausgegliedert" wurde.
Bezüglich regulatorischer Bedenken wies Zhao darauf hin, dass er nur wegen eines einzigen Verstoßes im Zusammenhang mit dem Bank Secrecy Act zitiert wurde, den er dahingehend klarstellte, dass es sich um das Versäumnis handelte, ein angemessenes Anti-Geldwäsche-Programm aufrechtzuerhalten. Er erklärte:
I plead to a single violation of BSA, failure to maintain an adequate ANTI-money laundering program. Contrary to what FT characterized as "money laundering" violations.
Der ehemalige Binance-CEO betonte, dass seine rechtliche Situation nicht mit Vorwürfen der Geldwäsche verwechselt werden sollte, eine Unterscheidung, die seiner Meinung nach in traditionellen Medien oft falsch dargestellt wird.
Zhao erwähnte auch, dass die Financial Times zuvor versucht hatte, ein Lunch-Interview mit ihm zu vereinbaren, mit dem Versprechen positiver Berichterstattung. Nachdem er das Treffen abgesagt hatte, bedauerte er die Situation und deutete an, dass der resultierende Artikel nicht die Erzählung war, die er sich erhofft hatte.

