Europäische Wirtschafts-Stimmung sinkt: Deutsche zeigen Skepsis
Die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der wirtschaftlichen Lage der Europäischen Union hat einen Dämpfer erhalten. Ergebnisse der aktuellen 'Eurobarometer'-Umfrage offenbaren, dass 57 Prozent der Deutschen die wirtschaftliche Situation in der EU negativ bewerten, was einem Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zum vergangenen Herbst entspricht. EU-weit teilt fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) diese Einschätzung – ebenfalls ein Zuwachs von vier Prozentpunkten.
Besonders bedrückend ist die Perspektive auf die heimische Wirtschaft: Zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) empfinden die ökonomische Lage im eigenen Land als schlecht, ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Herbst. Während lediglich 21 Prozent der Hoffnung sind, dass sich die Situation in Deutschland binnen Jahresfrist verbessern wird, befürchten fast die Hälfte (49 Prozent) eine weitere Verschlechterung. Ein solch verhaltenes Vertrauen teilen innerhalb der EU nur Belgien, die Niederlande und die Slowakei in ähnlichem Maße.
Trotz des wirtschaftlichen Pessimismus befürworten die EU-Bürger entschlossene Gegenmaßnahmen im aufkeimenden Handelsstreit mit den USA. Nach den Ankündigungen von Strafzöllen durch die US-Regierung unter Donald Trump und dem bisher noch ungelösten Verhandlungsstillstand zwischen der EU-Kommission und Washington, zeigt sich eine klare Unterstützung für potenzielle Gegenmaßnahmen seitens der EU. Vier Fünftel der Befragten gaben an, dass sie entweder vollkommen (37 Prozent) oder eher (43 Prozent) hinter der Einführung eigener Zölle stehen, sollten andere Länder ihre Abgaben erhöhen. Diese Ansicht wird auch in Deutschland von einer ähnlichen Mehrheit geteilt.

