Europäische Unterstützung für Ukraine vor historischem Gipfeltreffen
Vor dem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin in Alaska, dankte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den europäischen Staats- und Regierungschefs für ihre Unterstützung. Er betonte, dass der anhaltende Krieg auf faire Weise beigelegt werden müsse und äußerte seine Dankbarkeit gegenüber allen, die die Ukraine unterstützen, da sein Land auch die Sicherheitsinteressen Europas verteidigt. Kiews Außenminister Andrij Sybiha warnte mit eindringlichen Worten auf der Plattform X, dass jede Nachgiebigkeit gegenüber dem Aggressor nur zu weiteren Eskalationen führen könne.
Das Treffen in Alaska soll eine mögliche Friedensresolution für den seit fast dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg ausarbeiten. Selenskyj, der nicht zum Gipfel eingeladen wurde, äußerte seine Besorgnis, dass über die Ukraine hinweg Entscheidungen getroffen werden könnten. Er lehnte einen möglichen Verzicht auf ukrainische Gebiete entschieden ab und lobte die Erklärung der europäischen Partner, dass keine Entscheidungen in Bezug auf die Ukraine ohne deren Beteiligung gefällt werden dürften.
Dmitri Medwedew, der ehemalige Kremlchef und derzeitige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates Moskaus, beschuldigte seinerseits die Europäer, jegliche Friedenseinigung verhindern zu wollen. Laut Angaben aus Moskau arbeiten russische und amerikanische Unterhändler intensiv an einem Plan zur Lösung des Ukraine-Konflikts. Das bevorstehende Treffen markiert die erste persönliche Begegnung zwischen Trump und Putin, seit der US-Präsident sein Amt im Januar wieder aufgenommen hat. Ihre letzte Begegnung lag bereits mehr als vier Jahre zurück, nachdem Putin zuletzt 2021 mit Präsident Biden in Genf konferiert hatte.

