Erzeugerpreise im Sinkflug: Energie als Preisdämpfer
Die fallenden Energiekosten in Deutschland haben zu einer Beschleunigung des Rückgangs der Erzeugerpreise geführt. Im November verzeichneten die Preise auf Herstellerebene einen Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichten die Statistiker aus Wiesbaden. Dies markiert den neunten Monat in Folge, in dem die Erzeugerpreise nachgegeben haben.
Im Oktober lag der Rückgang noch bei 1,8 Prozent, wodurch die Novemberzahlen eine deutliche Beschleunigung des Preisverfalls darstellen. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 2,2 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Preise jedoch stabil, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte.
Der Index der Erzeugerpreise bietet einen Überblick über die Preisentwicklung im Bergbau, in der verarbeitenden Industrie sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft. Diese Entwicklung auf Herstellerebene ist ein wichtiger Indikator für die künftige Preisgestaltung im Einzelhandel und hat somit auch Einfluss auf die Verbraucherpreise. Ein maßgeblicher Faktor für den Preisrückgang bleibt der Energiesektor: Im November waren die Kosten für Energie um 9 Prozent niedriger als im selben Monat des Vorjahres.

