Erneuter Bombenanschlag in Moskau: Russischer General stirbt bei Explosion
Erneut erschüttert ein schwerer Anschlag die russische Hauptstadt Moskau: Generalleutnant Fanil Sarwarow ist einer Autobombe auf tragische Weise zum Opfer gefallen. Ermittler gaben an, dass der Sprengsatz – vermutlich eine Haftmine – unter seinem Fahrzeug angebracht worden war. Die Explosion ereignete sich, als der General gerade erst losgefahren war. Die schweren Verletzungen führten schließlich zu seinem Tod im Krankenhaus.
Die russischen Behörden haben umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Eine der untersuchten Varianten besagt, dass der ukrainische Geheimdienst hinter dem Attentat stecken könnte, wie die Sprecherin Swetlana Petrenko auf der Plattform Telegram mitteilte.
Der 56-jährige Sarwarow war im russischen Generalstab für die operative Ausbildung zuständig und in den Angriff auf die Ukraine involviert. Zudem war er bereits in den Kriegen gegen Tschetschenien und während des russischen Militäreinsatzes 2015/16 in Syrien aktiv. Der Vorfall erinnert an den ähnlichen Angriff auf General Iwan Kirillow im letzten Jahr, der ebenfalls in Moskau einer Bombe zum Opfer fiel.
Derartige Anschläge auf hochrangige Persönlichkeiten haben in den letzten Jahren zugenommen. Neben Sarwarow und Kirillow sind auch andere Beteiligte des russischen Angriffskriegs Ziel solcher Angriffe geworden: Im August 2022 fiel die Propagandistin Darja Dugina einem Attentat zum Opfer, und im April 2023 wurde der Militärblogger Wladlen Tatarski durch eine versteckte Bombe in einem Café in St. Petersburg getötet.

