Enttarnte Tabakkonspiration: Illegale Zigarettenfabrik in Piacenza aufgedeckt
In einem fulminanten Schlag gegen den zigarettenindustriellen Schwarzmarkt ist den Drogenfahndern der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza ein bedeutender Coup gelungen. In einer unscheinbaren Lagerhalle im Industriegebiet von Piacenza, rund 70 Kilometer südlich von Mailand, stießen die Beamten auf eine geheime Produktionsstätte, in der ganze 14 Tonnen gefälschte Zigaretten und 10 Tonnen Rohtabak sichergestellt wurden.
Die verschwiegene Fabrik birgt alle Ingredienzen eines Thrillers: Produktionsanlagen, Verpackungseinheiten und ein Fließband, mithilfe derer Zigaretten im großen Stil für den Schwarzmarkt hergestellt wurden. Überraschenderweise wurden die Markenprodukte mit einem täuschend echten Logo eines internationalen Tabakkonzerns versehen – alles jedoch ohne rechtliche Genehmigung oder die essenzielle Steuerkennzeichnung.
Zur Fertigung dieser Mogelpackungen wurde Rohtabak aus Polen herangeschafft, der über Landstraßen bis nach Piacenza gelangte. Die Operation erlebte vorerst ihren Höhepunkt, als die Guardia di Finanza eine Person verhaftete und eine weitere wegen Markenfälschung und Schmuggels anzeigte. Doch die Ermittlungen zogen weite Kreise und führten schließlich zu einer grenzüberschreitenden Razzia in Rumänien.
Hierbei wurden, in enger Zusammenarbeit mit den rumänischen Sicherheitsbehörden, zusätzliche 25 Tonnen gefälschter Zigaretten konfisziert. Zudem konnten Schusswaffen sichergestellt und zahlreiche Mitglieder einer international operierenden kriminellen Organisation festgesetzt werden.

