Eichbaum Brauerei: Hoffnung auf Sanierung im Insolvenzverfahren
Die Privatbrauerei Eichbaum aus Mannheim steht nach Insolvenzantrag unter vorläufiger Eigenverwaltung. Rechtsanwalt und Sachwalter Thomas Oberle zeigt sich optimistisch, das traditionsreiche Unternehmen durch ein eigenverwaltetes Insolvenzverfahren retten zu können. Die bisherigen Sanierungspläne sind laut Oberle stimmig und sinnvoll, hatten jedoch unter finanziellen Engpässen zu leiden. Besonders die Einbußen im Russland-Geschäft haben Eichbaum in finanzielle Bedrängnis gebracht.
Frank Reifel, der Sanierungsgeschäftsführer von Eichbaum, betont das Ziel, das Unternehmen von einem klassischen Bierbrauer zu einem vielseitigen Getränkehersteller zu transformieren. Zu diesem Zweck werden dringend Investoren gesucht, wobei bereits erste vielversprechende Kontakte geknüpft wurden. Die Notwendigkeit, die Produktion zu stabilisieren und die Beziehungen zu Kunden und Lieferanten zu festigen, steht derzeit im Fokus, um die Abwanderung dieser Partner zu verhindern.
Über 300 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen, die beim Amtsgericht Mannheim angemeldet wurde. Die Verwaltung verbleibt während des Prozesses bei Eichbaum, unter der Aufsicht von Sachwalter Oberle, um die Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Die sinkende Nachfrage nach Bier in Deutschland belastet viele Brauereien, auch Eichbaum musste sich jüngst von seiner Traditionsmarke Karamalz trennen, die an Veltins verkauft wurde. Der genaue Erlös bleibt ungenannt, doch er reichte offenbar nicht aus, um die finanziellen Schwierigkeiten zu lösen.

