EA entlässt Mitarbeiter bei mehreren Studios – Battlefield 6 kämpft an mehreren Fronten
Battlefield 6 hatte einen Start, von dem viele Konkurrenten nur träumen können – doch was auf einen fulminanten Einstand folgte, lässt sich kaum als triumphalen Fortgang beschreiben. Hinter den Kulissen brodelt es offenbar gewaltig, und nun verdichten sich Berichte über Stellenabbau bei gleich mehreren Studios, die an dem Multiplayer-Shooter beteiligt sind.
Von Höhenflug zu Gegenwind: Wie Battlefield 6 ins Straucheln geriet
Beim Launch überzeugte Battlefield 6 vor allem mit seinem Mehrspielermodus – die Kampagne hinterließ zwar einen gemischten Eindruck, doch online fand der Titel schnell eine große und begeisterte Spielerschaft. Was seither folgte, war ein schleichender Vertrauensverlust. Übertriebene Monetarisierungsstrategien, der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz bei Spielinhalten sowie eine spärliche Update-Frequenz sorgten für wachsenden Unmut in der Community. EA reagierte mit einem Schritt, der durchaus als Eingeständnis zu werten ist: Das Season-2-Update wurde verschoben, um es in besserem Zustand ausliefern zu können, und ein Inhaltsfahrplan für die kommenden drei Monate wurde veröffentlicht. Ob das ausreicht, um das ramponierte Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.
Stellenabbau trifft gleich mehrere Studios
Die Turbulenzen rund um Battlefield 6 hinterlassen nun auch beim Personal deutliche Spuren. Einem laufenden Umstrukturierungsprozess sollen bei mehreren an dem Spiel beteiligten Studios Mitarbeiter zum Opfer gefallen sein – darunter Motive Studios, Ripple Effect, Criterion und DICE. EA bestätigte die Entlassungen in einer offiziellen Stellungnahme und sprach von gezielten Anpassungen innerhalb der Battlefield-Organisation, um die Teams besser auf das auszurichten, was der Community am meisten bedeute. Battlefield bleibe eine der größten Prioritäten des Unternehmens, und man werde weiterhin in das Franchise investieren, geleitet von Spielerfeedback und den Erkenntnissen aus den Battlefield Labs. Eine Formulierung, die trotz beruhigender Absicht kaum über die Schwere der Situation hinwegtäuschen kann.
Was dieser Stellenabbau für die Zukunft des Franchise bedeutet
Entlassungen in dieser Größenordnung, die gleich mehrere Entwicklerstudios gleichzeitig betreffen, sind selten ein Zeichen von Stabilität – und das inmitten einer Phase, in der Battlefield 6 ohnehin um seine Reputation kämpft. Besonders bitter ist die Ironie, dass viele der betroffenen Entwickler maßgeblich an genau jenen Aspekten des Spiels beteiligt waren, die beim Launch so viel Zuspruch fanden. Der Mehrspielermodus, der Battlefield 6 einst in die Schlagzeilen brachte, wurde von denselben Teams geformt, die nun von Stellenstreichungen betroffen sind. Ob die verbleibenden Kräfte den nötigen Schwung aufbringen können, um das Spiel aus seinem gegenwärtigen Tief zu führen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Das Fundament ist da – doch Fundamente allein reichen nicht, wenn das Vertrauen der Spielerschaft erst einmal Risse bekommen hat.

