Drohnenalarm in Aalborg: Ein erneuter Vorfall sorgt für Sperrung des dänischen Luftraums
In Dänemark sorgt ein weiterer Drohnenvorfall für Aufsehen, diesmal am Flughafen von Aalborg. Der Luftraum über dem beschaulichen Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt, nachdem mehrere Drohnen in der Nähe gesichtet wurden. Die Polizei von Nordjütland teilte diese Information per Kurznachricht auf der Plattform X mit und ist vor Ort, um den Sachverhalt zu untersuchen.
Martin Svendsen, Vertriebs- und Marketingdirektor des Flughafens, bestätigte die Geschehnisse der Nachrichtenagentur Ritzau. Aufgrund des Vorfalls mussten drei ankommende Flüge auf alternative Flughäfen umgeleitet werden, während ein ankommender und zwei abgehende Flüge gestrichen wurden, so das Portal Flightradar24.
Die Drohnen sind weiterhin in der Luft, berichtete Polizei-Einsatzleiter Jesper Bøjgaard gegenüber den dänischen Medien DR und TV 2. Bøjgaard konnte weder die genaue Anzahl noch die Größenordnung der Drohnen angeben. Dennoch seien die Drohnen aufgrund ihrer Lichtsignale gut vom Boden aus sichtbar. Man plane, die Drohnen vom Himmel zu holen, sobald die Sicherheitslage es zulässt. Für Passagiere oder Anwohner bestehe derzeit keine Gefährdung.
Nur kurz zuvor hatte ein ähnlicher Vorfall den Betrieb am viel größeren Flughafen Kopenhagen lahmgelegt, wo über 100 Flüge gestrichen werden mussten. Der dänische Premierminister Mette Frederiksen hatte diesen Vorfall als den bislang schwersten Angriff auf die kritische Infrastruktur des Landes betitelt. Der Beweggrund hinter den Drohnenflügen bleibt bislang unklar.
Auch am Flughafen Aalborg, der im Vergleich zu Kopenhagen ungleich kleiner ist, wurden parallele Vorfälle beobachtet. Bundespolizeichef Thorkild Fogde äußerte, das Muster der Drohnenbewegungen erinnere stark an den Vorfall in Kopenhagen, und die Drohnen seien ebenfalls beleuchtet und somit gut erkennbar.

